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Niederösterreicher Lietz nach WM-Titelgewinn: „Porsche hat alles richtig gemacht“

Beim Saisonfinale der Langstrecken-WM holte Richard Lietz den Titel in der GTE-Pro-Klasse: „Sechs Stunden voller Anspannung, ein dauernder Kampf gegen Autos aller Klassen“

24.11.2015 Online Redaktion

Beim Saisonfinale der Langstrecken-WM am vergangenen Sonntag in Bahrain freute sich nicht nur Alexander Wurz zum Karriereende über einen Podestplatz. Auch ein anderer Österreicher hatte Grund zur Freude: Der Niederösterreicher Richard Lietz holte bei dem 6 Stunden-Rennen im Porsche 911 RSR Platz 5 in der GTE-Pro-Klasse und konnte damit seinen WM-Titel fixieren.

Kein „Titel im Schongang“

Obwohl dem 31-jährigen und seinem dänischen Teamkollegen Michael Christensen nach ihren Siegen auf dem Nürburgring sowie in Austin und Shanghai in Bahrain der 5. Platz zum Titelgewinn genügte, kann von einem „einfachen Sieg“ nicht die Rede sein. „Das war nicht nur ein aufregendes Rennen, sondern auch eine anstrengende Woche. Viele haben gemeint, ich könnte den Titel quasi im Schongang holen angesichts meines Punktevorsprungs“, so Lietz. „Doch das waren heute sechs Stunden voller Anspannung, ein dauernder Kampf gegen Autos aller Klassen. Für viele ging es noch um die Meisterschaft, deshalb steckte auch keiner zurück.“

„Porsche hat alles richtig gemacht“

„Unsere Strategie ist aufgegangen. Porsche hat auch heute alles richtig gemacht: Unsere Teamkollegen Patrick und Fred sind auf Sieg gefahren, wir auf Sicherheit. Dieser Titel ist für das gesamte Team der verdiente Lohn dafür, dass wir in dieser Saison auch nach Rückschlägen nie aufgehört haben zu kämpfen. Auch als wir in Le Mans auf einem Tiefpunkt waren, als uns viele schon abgeschrieben hatten, haben wir immer an uns geglaubt und weiter hart und fokussiert für unser gemeinsames Ziel gearbeitet.“

„Bin stolz, Teil dieses Teams zu sein“

„Wie wir dann in der zweiten Saisonhälfte zurückgekommen sind und plötzlich Rennen gewonnen haben, war grandios. So einen Titel kannst du gegen die starke Konkurrenz von Aston Martin und Ferrari nur holen, wenn du ein starkes Team hinter dir hast, das den Erfolg so sehr will wie du selbst. Ich bin stolz, ein Teil dieses Teams zu sein“, jubelt Lietz nach dem Titelgewinn.

Österreich-Tag in Bahrain

Neben Wurz und Lietz triumphierten in Bahrain noch zwei andere Österreicher. Dominik Kraihamer (Rebellion R-One/LMP1-Klasse) und Mathias Lauda (Aston Martin/GTE-Am) feierten mit ihren Teams Klassensiege.

Rennergebnis Klasse GTE-Pro

1. Pilet/Makowiecki (F/F), Porsche 911 RSR, 173 Runden
2. Bruni/Vilander (I/SF), Ferrari, 173
3. Turner/Adam (GB/GB), Aston Martin, 173
4. Nygaard/Sörensen/Thiim (DK/DK/DK), Aston Martin, 173
5. Lietz/Christensen (A/DK), Porsche 911 RSR, 172
6. Rigon/Calado (I/GB), Ferrari, 172
7. MacDowall/Rees/Stanaway (GB/BRA/NZ), Aston Martin, 171

Punkteendstand FIA World Endurance Cup für GT-Piloten

1. Richard Lietz, Porsche, 145 Punkte
2. Gianmaria Bruni, Toni Vilander, Ferrari, 131,5
3. Michael Christensen, Porsche, 127
4. Davide Rigon, James Calado, Ferrari, 123
5. Frédéric Makowiecki, Porsche, 118
6. Patrick Pilet, Porsche, 100

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