Neuer Qualifying-Modus in der Formel 1 soll für mehr Spannung sorgen

Das neue Qualifying-System soll bereits beim Saisonauftakt am 20. März zum Tragen kommen – „Duell“ um Pole Position

25.02.2016 APA

Ein neuer Modus soll bei den Qualifyings in der Formel 1 für mehr Spannung sorgen. Der von der F1-Kommission abgesegnete Vorschlag soll bereits beim Saisonauftakt 2016 am 20. März in Melbourne zum Tragen kommen.

Wie funktioniert das neue Qualifying der Formel 1 – wie lauten die Regeln?

Die neue Variante stellt grundsätzlich eine ausgebaute Version des aktuellen Systems dar. Die ausgeschiedenen Fahrer nach der ersten und zweiten Tranche werden demnach nicht erst am Ende der zur Verfügung stehenden 18 beziehungsweise 15 Minuten ermittelt sein. Vorgesehen ist, dass nach jeweils 90 Sekunden der am schlechtesten klassierte Teilnehmer nicht mehr mitfahren darf. Pro Durchgang werden sieben Fahrer eliminiert, so dass im Finale deren acht statt wie bisher zehn zugelassen sind.

Duell um die Pole Position

Im ersten, 16 Minuten dauernden Abschnitt des Qualifyings soll die entscheidende Phase nach sieben, im zweiten von insgesamt 15 Minuten Dauer nach sechs und im dritten Teil, für den insgesamt 14 Minuten vorgesehen sind, nach fünf Minuten beginnen. Ganz am Ende blieben so für die abschließenden 90 Sekunden zwei Fahrer übrig, die sich um die Pole-Position duellieren.

Erhöhte Spannung und Einsatzzeiten

Das neue Prozedere würde neben zusätzlicher Spannung erhöhte Einsatzzeiten garantieren. Selbst die besten Fahrer werden es sich nicht mehr erlauben können, ihre Ausfahrten auf das Minimum zu beschränken. Auch bei Regen müssten die Piloten nun auf die Strecke.

FIA soll neuen Modus Anfang März absegnen

Stimmt nach der F1-Kommission, in der unter anderen Repräsentanten aller Formel-1-Equipen vertreten sind, auch der Weltrat zu, wird schon die Startaufstellung für den Grand Prix von Australien vom 20. März nach dem neuen Format ermittelt. Die oberste Motorsportbehörde des Weltverbands (FIA) wird am übernächsten Freitag (4. März) darüber befinden.

Wie reagieren die Fahrer auf das neue Quali-System?

Die Qualifikation werde durch das neue Ausscheidungsverfahren sicherlich spannender, meinte Vizeweltmeister Nico Rosberg. „Wir werden immer sehr früh rausfahren und eine Zeit setzen müssen“, meinte der deutsche Mercedes-Pilot am Mittwoch bei den Tests in Barcelona. Sein Stallrivale, Weltmeister Lewis Hamilton, war anderer Meinung: „Ich habe nicht den Eindruck, dass es eine große Änderung ist.“

Ecclestone ist nun „zuversichtlicher“

Auch Bernie Ecclestone hat die Änderung des Qualifying-Modus begrüßt und als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. Weitere Neuerungen würden kommen, kündigte der Chefvermarkter an. „Ich bin nun etwas zuversichtlicher, dass wir guten Rennsport sehen werden.“ Zwei Tage zuvor hatte Ecclestone gemeint, die Formel 1 sei schlecht wie nie zuvor.

Neuer Kopfschutz für mehr Sicherheit

Am Freitag in einer Woche hat der Weltrat außerdem über eine weitere Neuerung zu entscheiden, die ab der Saison 2017 eingeführt werden soll. Der Kopfschutz „Halo“ (auf deutsch „Heiligenschein“) soll den Fahrern zusätzliche Sicherheit gewährleisten. Primär soll er Schutz vor umherfliegenden Wrackteilen bieten.

pixel