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Neuer Lösungsvorschlag für Finanzprobleme in der Formel 1

Teams sollen entscheiden können, ob sie mit oder ohne Budget-Obergrenze fahren – wer sich dafür entscheidet, muss sich nicht an das Technik-Reglement halten

29.04.2015 Online Redaktion

Ex-FIA-Chef Max Mosley bringt einen neuen Vorschlag in die Debatte um die Finanzverteilung in der Formel 1 ein.  Der frühere Weltverbandschef will die Formel 1-Teams, die einer Kostendeckelung zustimmen, mit mehr technischen Freiheiten belohnen. Der 75-Jährige würde jenen Teams, die einer Budgetobergrenze von 100 Millionen Dollar im Jahr zustimmen, weitgehende Entwicklungsfreiheiten zuerkennen. Die Rennställe, die einer Kostendeckelung nicht zustimmen, müssten sich hingegen weiterhin an das aktuelle Technikreglement halten.

„Toller Motorsport auch mit 100 Millionen möglich“

Wie „Auto, Motor und Sport“ am Dienstag berichtete, rechnet Mosley damit, dass sich unter diesen Bedingungen früher oder später alle Teams für ein Maximal-Budget entscheiden würden. „Ich kann mir vorstellen, dass sehr bald alle Teams in das Lager der Budgetdeckelung überlaufen. Und dann werden sie merken, dass man auch mit 100 Millionen tollen Motorsport bieten und technisch hochstehende Autos bauen kann“, vermutet Mosley.

Erneute Kosten-Diskussion am 14. Mai

2009 war der Brite, der den Internationalen Automobilverband FIA von 1993 bis 2009 geführt hatte, mit seinem Vorstoß für eine Budgetgrenze gescheitert, nachdem eine Reihe von Teams mit der Gründung einer eigenen Rennserie gedroht hatten. Beim nächsten Treffen der Formel-1-Strategiegruppe am 14. Mai soll auch wieder über das Thema Kosten diskutiert werden.

Viele Teams mit Finanzproblemen

Viele Formel 1-Teams stecken seit Jahren tief in finanziellen Schwierigkeiten. Caterham und Marussia mussten im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden, auch Sauber, Force India und Lotus kämpfen mit Problemen.

 

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  • wissender

    Das wird definitiv, wie die unsinnigen Regeln der letzten Jahre, nicht dazu beitragen, dass das technisch beste Auto gewinnt. Die Formel 1 ist schon seit mindestens 4 Jahren eine Lachnummer.
    Wir werden sehen wie lange man sich diesen Budget- und Regelunsinn noch leisten kann.

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