Marussia MR03
Der Marussia MR03 © Bild: Marussia
 

Formel 1: Alle Autos der Saison 2014

Die Formel-1-Saison 2014 steht in den Startlöchern. Die Piloten für die Saison stehen fest, die Startnummern wurden vergeben und nun folgen die Rennautos. Eine Übersicht.

20.02.2014 APA

Die Rennfahrer der Formel-1-Saison 2014 stehen fest, die Startnummern ebenfalls und die neuen Autos folgen. Den Anfang machte der britische Rennstall McLaren, sie haben bereits ihren neuen Boliden im Internet enthüllt. Neben den Briten nützen auch Ferrari und Sauber ihren Internetkanal für die Vorstellung. Die Italiener haben am 25. Jänner ihren F14 T vorgestellt. Weltmeister Red Bull und Mercedes haben am ersten Testtag in Jerez de la Frontera ihre Rennautos präsentiert.

Die Formel 1 Autos der Saison 2014

Caterham CT05

caterham ct05 2014

Caterham CT05 © flickr.com

caterham ct05 2014

Caterham CT05 © flickr.com

Red Bull RB10

Red Bull geht in seine 10 Formel-1-Saison. Das erklärt den Namen des Boliden, RB10. Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo haben kurz vor Testbeginn in Jerez das Rennauto präsentiert. Auch am RB10 fällt die regelbedingt tiefe Nase auf, die die heurige Maximalhöhe von 18,5 Zentimetern nicht überschreiten darf. Sie läuft relativ spitz zu, ist vorn schwarz lackiert und sehr flach. Angetrieben wird das Auto wie in den vergangenen Jahren von einem Renault-Motor. Diesmal allerdings von einem Turbo-Triebwerk anstelle der bisherigen Saugmotoren.

Kommentar von Vettel

„Das Auto sieht diesmal ziemlich anders aus, vor allem drunter“, betonte Vettel. Eher verhalten äußerte sich der Rekordmann zu den Erwartungen vor der neuen Formel-1-Saison. „Wir hatten einen unglaublichen Lauf mit vier Titeln in Serie. Und natürlich versuchen wir, auch den fünften nacheinander zu holen“, so der Deutsche. „Aber die Erwartungen sind jetzt erstmal niedrig. Wir starten alle mit einem weißen Blatt Papier.“ Gelingt es ihm aber, würde er die historische Marke von Rekordweltmeister Michael Schumacher mit den fünf Triumphen von 2000 bis 2004 im Ferrari einstellen.

Der RB10 © Bild: infiniti-redbullracing.com

Der RB10 © Bild: infiniti-redbullracing.com

Der RB10 © Bild: infiniti-redbullracing.com

Der RB10 © Bild: infiniti-redbullracing.com

Mercedes F1 W05

Der Mercedes F1 W05 hat eine elegantere, nicht rüsselförmige Nase, die Ähnlichkeiten mit dem staubsaugerartigen Modell von Ferrari aufweist. Nico Rosberg war bereits vergangenen Freitag in Silverstone für 40 Kilometer am Steuer gesessen, zu Beginn der viertägigen Testfahrten in Jerez pilotiert Lewis Hamilton den „Silberpfeil“ von MercedesAMG, der nun von Paddy Lowe und dem Österreicher Toto Wolff geführt wird. Sie lösten Ross Brawn ab.

Kommentare von Rosberg und Wolff

„Schaut euch meinen neuen Silberpfeil an. Darum hab‘ ich geschrieben, dass er schnell aussieht“, postete Rosberg bei Twitter und Facebook.

„Dieses Auto ist das Endergebnis mehrerer Jahre intensiver Arbeit, aber uns ist klar, dass es erst der Anfang dieses Abenteuers ist“, so Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Mercedes F1 W05 © Bild: mercedesf1.com

Mercedes F1 W05 © Bild: mercedesf1.com

Mercedes F1 W05 © Bild: mercedesf1.com

Mercedes F1 W05 © Bild: mercedesf1.com

Torro Rosso STR9

Auch das Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso stellte seinen neuen Boliden bereits einen Tag vor den Testfahrten in Jerez vor. Die Piloten Jean-Eric Vergne aus Frankreich und Daniil Kwjat aus Russland stellten in der Boxengasse des früheren Grand-Prix-Kurses den STR9 vor. Wie die Wagen der Konkurrenz fällt auch der neue Toro Rosso durch eine tiefer gezogene Nasenspitze auf.

torro rosso str9

Torro Rossos STR9 © Scuderia Torro Rosso

torro rosso str9 vorne front

Torro Rossos STR9 © Scuderia Torro Rosso

torro rosso str9 hinten

Torro Rossos STR9 © Scuderia Torro Rosso

Sauber C33-Ferrari

Am 26. hat auch der Schweizer Sauber-Rennstall seinen neuen Boliden auf seiner Internetseite vorgestellt. Wie die bisher präsentierten Konkurrenz-Boliden fällt auch das auf den Namen C33 getaufte Auto mit Ferrari-Motor durch die weit nach unten gezogene, rüsselartige Nase auf. Die Kühllufteinlässe sind auch beim Anthrazit lackierten Sauber größer als beim Vorgängermodell. „Klar ist, dass der Zuverlässigkeit insbesondere zu Beginn der Saison eine ganz besondere Bedeutung zukommt“,  so die österreichische Teamchefin Monisha Kaltenborn.

sauber c33 ferrari 2014

© sauberf1team.com

Ferrari F14 T

F14 T, so heißt das neue Formel-1-Rennauto von Ferrari. Fernando Alonso und Rückkehrer Kimi Räikkönen – die einzige Weltmeister-Paarung in der kommenden Saison – werden in eben diesem „F14 T“ Jagd auf den vierfachen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und dessen Red-Bull-Rennstall machen.

Der Ferrari F14T. © Bild: ferrari.com

Der Ferrari F14 T. © Bild: ferrari.com

Der Ferrari F14T. © Bild: ferrari.com

Der Ferrari F14 T. © Bild: ferrari.com

Der Ferrari F14T. © Bild: ferrari.com

Der Ferrari F14 T. © Bild: ferrari.com

Der Ferrari F14T. © Bild: ferrari.com

Der Ferrari F14 T. © Bild: ferrari.com

Der Ferrari F14T. © Bild: ferrari.com

Der Ferrari F14 T. © Bild: ferrari.com

Lotus E22

Bei Lotus ist im neuen Jahr – mit dem Lotus E22 – nicht nur das Rennauto neu, auch der Teamchefposten wurde neu besetzt. Gerard Lopez, der Mitbesitzer von Lotus, folgte auf Eric Boullier.

lotus e22 2014 top

2014er Lotus E22

McLaren MP4-29

Jenson Button und Kevin Magnussen werden mit dem McLaren Mercedes MP4-29 an den Start gehen. Das britische Rennteam hat seinen Boliden am 24. Jänner vorgestellt.

mclaren mp4-29 2014 formel 1 front

Der 2014er McLaren MP4-29. Fotografiert in den Werkshallen von McLaren.

Der McLaren MP4-29 © Bild: EPA / Roman Rios / picturedesk.com

Der McLaren MP4-29 © Bild: EPA / Roman Rios / picturedesk.com

Der McLaren MP4-29 © Bild: EPA / Roman Rios / picturedesk.com

Der McLaren MP4-29 © Bild: EPA / Roman Rios / picturedesk.com

Williams FW36

Beim FW36 sticht ebenfalls die neue Frontpartie besonders heraus. Die Wagenspitze des mit einem Mercedes-Motor ausgestatteten Boliden ragt etwas über den Frontflügel hinaus. Im vordersten Bereich läuft sie schmal zusammen und erinnert so beinahe an die Schnauze eines Delfins.

© flickr.com / p_c_w

Der Williams FW36 © flickr.com / p_c_w

Force India VJM07

Nach dem Force India zuerst nur ein Foto seines neuen Bolidens im Profil veröffentlichte, konnte der VJM07 während der Testfahrten im spanischen Jerez erstmals in Aktion erlebt werden.

© forceindiaf1.com

Der Force India VJM07 © forceindiaf1.com

 

© forceindiaf1.com

Der Force India VJM07 © forceindiaf1.com

Marussia MR03

Der Marussia MR03 wurde am 30. Jänner in Rahmen der Testfahrten im südspanischen Jerez de la Frontera vorgestellt.

Marussia MR03

Der Marussia MR03 © Bild: Marussia

Regeländerungen machen Autos noch interessanter

Wegen der größten Regelreform der Formel 1 werden die Autos mit noch größerer Spannung erwartet. Neben der technischen Herausforderung mit neuen Turbo-Motoren und einem komplexeren Hybridsystem mussten die Designer vor allem an den Frontpartien der Boliden auch aerodynamische Veränderungen berücksichtigen.

Überblick über die wichtigsten optischen Veränderungen

Die Fahrzeugnase

Sie ist drastisch abgesenkt. Zuletzt war eine Maximalhöhe von 55 Zentimetern erlaubt. Nun sind es nur noch 18,5 Zentimeter von der Spitze der Rennwagen zum Boden. Die Nasen liegen damit unwesentlich höher als der Frontflügel. Der Grund für die Änderung: Durch die noch tiefer liegende Wagenspitze soll bei Kollisionen die Gefahr weiter minimiert werden, dass andere Piloten von ihr getroffen werden.

Der Frontflüge

Er ist schmaler geworden. Statt 1,80 Metern beträgt die erlaubte Maximalbreite 1,65 Meter. Auswirkung hat das auf die sogenannten Endplatten, die für die Luftführung vor den Vorderreifen wichtig sind.

Der Heckflügel

Das untere Heckflügel-Element, der sogenannte Beamwing, ist nicht mehr erlaubt. Für die Ingenieure besteht auch hier die Herausforderung darin, den dadurch verlorenen Abtrieb zu kompensieren.

Der Auspuff

Nur noch ein Endrohr ist erlaubt. Bisher wurden die Abgase über zwei seitliche Kanäle abgeleitet – und so auf das Heck geführt, damit auch dadurch weiterer Abtrieb erreicht wurde – sprich: eine bessere Straßenlage. Das neue Endrohr muss mittig angebracht sein. Es ist um fünf Grad nach oben abgewinkelt und liegt unter dem Heckflügel.

Weitere Änderungen

Nicht sichtbar sind weitere gravierende Veränderungen. Die zweifelsohne größte ist die Motorenreform. Statt der 2,4 Liter-Saugmotoren mit acht Zylindern werden die Wagen nun von 1,6-Liter-Turbomaschinen mit sechs Zylindern angetrieben. Hinzu kommt das deutlich komplexere Hybridsystem ERS (Energy Recovery System), das nicht mehr 82 PS für 6,67 Sekunden, sondern 160 PS für 33,3 Sekunden zusätzlich leistet. Wegen der schwereren Batterien wurde auch das Mindestgewicht angehoben. Waren bisher 642 Kilogramm – Auto und Fahrer – erlaubt, sind es nun 690 Kilogramm.

  • Didi

    Hässlicher geht’s nun wirklich nicht mehr. .. wenn man die Nasen sieht, kann man denken da ist jemand drauf gesprungen. Als nächstes die Motorengrösse… lächerlich. …was waren das noch für Zeiten Anfang 2000… na ja, bin mal gespannt was in 5 Jahren ist. .

  • Zebrahead

    Der Red Bull Bolide sieht erstaunlicherweise sehr konservativ aus! Da hätte ich mir von Newey schon mehr erwartet!

  • Sigi

    Hurra, die Rüsselkäfer und Ameisenbären sind los!

  • Ravenbird

    Die Reglementierungswut kennt offenbar keine Grenzen mehr. Ich halte nichts davon.
    Maximale Länge, maximale Breite, Straßenreifen, seriennahe Motoren aus der Großserie mit frei wählbarer Konfiguration (Tankstellensprit, Turbo, Kompressor…).
    Aus.
    Alles innerhalb dieser Grenzen ist erlaubt. Wenn jemand mit einem KLeiderkasten gewinnen will, soll er es versuchen.
    Letztendlich wird sich aber das beste Motoren-Karosserie-Antriebsrezept durchsetzen.
    MIT AUSWIRKUNGEN AUF DIE SERIENAUTOS.
    Diese Knöpferl-Fernlenkgurkerl haben mit Autos nichts mehr zu tun. Schaltpaddels am Lenkrad? Das ist was für Gamer aber nichts für Autofahrer. Im Straßenverkehr ist eine gute Vollautomatik die beste Wahl. Schalten? Naja – wer unbedingt will…
    Die Formel Eins sollte eine Entwicklungsplattform für die Serie sein – so wie früher.
    Bessere Bremsen, bessere Reifen, geringerer Verbrauch bei gleichzeitig höherer Leistung, mehr Sicherheit durch spezielle Materialien und vieles mehr.
    Jetzt ist es nur ein Spielwiese für Verrückte und (noch) ein Geschäft für die Besitzer.

  • Kr1s

    Mindestgewicht der Maximalgewicht wurde erhöht?

    Meiner Ansicht nach handelt es sich hier um ein Mindestgewicht.

  • Christian
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