Marquez:"Baby Champ" seit Sonntag
 

MotoGP-Weltmeister Marquez: „Vielleicht ist der Titel zu früh gekommen“

Erster Rookie-Weltmeister seit 35 Jahren, meiste Saisonsiege eines Klassen-Neulings

11.11.2013 APA

Seit Sonntag ist es fix: Der 20-jährige Marc Marquez ist der jüngste MotoGP-Weltmeister aller Zeiten. Mit 20 Jahren und 266 Tagen war der Spanier beim Titelgewinn fast ein Jahr jünger als Freddie Spencer, der bisherige Inhaber dieses Rekordes, der 1983 mit 21 Jahren und 258 Tagen Weltmeister geworden war. Spencer outete sich auch gleich als Fan des Überfliegers Marquez: „Ich mag die Aufregung, die er mit seinem Fahrstil und seiner Persönlichkeit bringt“, so der ehemalige jüngste MotoGP-Weltmeister. 

Erster Rookie-Weltmeister seit 35 Jahren, meiste Saisonsiege eines Klassen-Neulings

Und Aufregung brachte Marquez in seiner Debüt-Saison genug:  In Katar war er mit Platz drei in die Saison gestartet, stand schon im zweiten Rennen in Austin ganz oben und setzte mit Platz zwei und drei in Jerez bzw. Le Mans fort. Auch ein Sturz in Mugello im Juni konnte Marquez nicht bremsen. In seinem nächsten Rennen in Assen landete er schon wieder auf Rang zwei und legte dann mit vier Siegen in Folge am Sachsenring, in Laguna Seca, Indianapolis und Brünn den Grundstein für seinen Triumph. Einem Rookie waren vier Triumphe in Folge noch nie gelungen, der fünfte Saisonsieg in Brünn bedeutete somit einen weiteren Rekord. Ein Klassen-Neuling hatte bis dahin maximal vier Saisonrennen geholt, 1978 war das bei Kenny Roberts der Fall gewesen, der sich in diesem Jahr auch zum Weltmeister krönte. Auch mit seinen oft gewagten Manövern hatte Marquez für Aufmerksamkeit gesorgt und sich unlängst von Jorge Lorenzo für seinen Fahrstil kritisieren lassen müssen. Die Versöhnung zwischen dem WM-Zweiten und dem neuen Titelinhaber folgte aber auf dem Fuße.

Marquez: „Vielleicht ist der Titel zu früh gekommen“

Marquez, dessen Bruder Alex in der Moto3-Klasse Fünfter wurde, zeigte sich aber nicht nur auf der Rennstrecke abgeklärt: „Man kann einen Rekord brechen, aber in der Zukunft gewinnt vielleicht ein jüngerer Fahrer ein Rennen. Vielleicht ist der Titel zu früh gekommen“, stellte er bereits im Moment des Triumphs fest.

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