Michael Schumacher
Professor Gerard Saillant wurde extra eingeflogen.
 

Michael Schumacher erleidet bei Skiunfall schweres Schädel-Hirn-Trauma

Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher erleidet nach einem Skiunfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

29.12.2013 APA

Während seines Aufenthalts in Meribel (Frankreich) hat der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher bei einem Skiunfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Bei dem Unfall sei er in Begleitung seines Sohnes gewesen. Entsprechende Informationen französischer Medien bestätigte Schumachers Managerin Sabine Kehm.

Mit dem Kopf auf Stein geprallt

Schumacher habe einen Helm getragen und werde im Krankenhaus medizinisch professionell versorgt. Laut Angaben des französischen Radiosenders Europe 1 war der frühere Ferrari-Star in Begleitung seines Sohnes unterwegs. Andere Personen seien bei dem Unfall aber nicht zu Schaden gekommen. Schumacher sei mit dem Kopf auf einen Stein geprallt.

Schumacher in Klinik von Grenoble verlegt

Schumacher war zunächst mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus von Moutiers gebracht worden, wurde laut der Regionalzeitung „Le Dauphine Libere“ aber bereits eine Stunde später in die Klinik von Grenoble verlegt.

Michael Schumacher 2006 beim Skirennen in Madonna di Camiglio (Italien)

Michael Schumacher 2006 beim Skirennen in Madonna di Camiglio (Italien) © Bild: EPA / Rainer Jensen / picturedesk.com

Nicht der erste Freizeitunfall

„Wir bitten um Verständnis, dass wir über seinen Gesundheitszustand keine fortlaufenden Informationen abgeben können“, erklärte Kehm. Der Unfall in den Bergen war nicht der erste, den Schumacher in seiner Freizeit erlebte. Nach seinem ersten Rücktritt aus der Formel 1 hatte sich der siebenfache Weltmeister als Motorrad-Pilot versucht. Im Februar 2009 stürzte er im spanischen Cartagena schwer.

F1-Comeback 2010 scheiterte wegen Motorradunfall

Schumacher verletzte sich bei dem damaligen Unfall einen Halswirbel und eine Rippe, zudem erlitt er eine Fraktur im Bereich der Schädelbasis und eine in der Halswirbelsäule. Wegen der Spätfolgen musste er ein mögliches F1-Comeback für Ferrari im Sommer desselben Jahres absagen. Ab 2010 stieg Schumacher dann noch einmal in den Mercedes ein, ehe er seine Karriere in der Königsklasse im Vorjahr endgültig beendete.

Schumacher war abseits der Pisten unterwegs

Meribel gehört zu einem riesigen Skigebiet, in dem drei Täler in den Savoyer Alpen von rund 180 Liften miteinander verbunden sind. Insgesamt rund 600 Pistenkilometer sind dort erschlossen, laut Angaben der Skistation soll sich Schumacher aber abseits der Pisten bewegt haben. Schumacher wird am 3. Jänner 45 Jahre alt. Der 91-fache GP-Sieger lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Schweiz.

Arzt eingeflogen

Der Arzt, der den deutschen Rekordweltmeister Michael Schumacher schon nach seinem schwersten Formel-1-Unfall operiert hat, ist am Sonntag in Grenoble eingetroffen. Rund sechs Stunden nachdem Schumacher beim Skifahren verunglückt und auf den Kopf gestürzt war, erreichte Professor Gerard Saillant unter großem Polizeiaufgebot das Krankenhaus. Vor dem Gebäude waren bereits Absperrungen aufgebaut. Saillant sagte in einer Pressekonferenz am Montag, er sei nicht als Arzt, sondern als Freund hier.

Operierte bereits 1999 Schumacher

Saillant hatte Schumacher nach dessen Unfall 1999 in Silverstone operiert. Der Formel-1-Star hatte sich damals das Schien- und Wadenbein gebrochen. Saillant ist Gründer und Präsident eines Gehirn-Instituts und war früher auch Chef der Unfallchirurgie im Pariser Krankenhaus Pitie-Salpetriere. Neben Schumacher behandelte er auch schon den ehemaligen Weltfußballer Ronaldo und arbeitete mit dem französischen Fußball-Club Paris St. Germain zusammen.

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