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Schumachers Managerin Sabine Kehm bat wieder um Wahrung der Privatsphäre.
 

Schumachers in Reha-Klinik: Grund zur Freude?

Die Nachricht von Schumachers Erwachen wurde mit Freude aufgenommen. Wie es dem Formel 1-Rekordweltmeister wirklich geht, bleibt aber weiterhin unklar.

18.06.2014 Online Redaktion

Nun ist es also bestätigte Sache: Es gibt tatsächlich Neuigkeiten zum Gesundheitszustand vom Michael Schumacher. Der Formel 1- Rekordweltmeister ist fast ein halbes Jahr nach seinem schweren Ski-Unfall in den französischen Alpen nahe Méribel nicht mehr im Koma, wie seine Managerin Sabine Kehm am Montag bestätigte. Zudem hat Schumacher die Uni-Klinik in Grenoble/Frankreich, in der er seit Ende Dezember vergangenen Jahres gelegen hatte, verlassen und wurde in die Universitätsklinik in Lausanne/Schweiz (Centre Hospitalier Universitaire Vaudois-CHUV) nahe seiner Wahlheimat in Gland am Genfer See, verlegt.

Bitte nach Wahrung der Privatsphäre an oberster Stelle

Von einer Genesung ist freilich noch nicht zu sprechen. Auch sind die offiziellen Statements nach wie vor knapp gehalten, die Bitte nach Wahrung der Privatsphäre von Schumacher und seiner Familie stehen weiterhin an oberster Stelle. Wie bereits in den vergangenen Monaten wird die Neuigkeit in den internationalen Medien umfassend behandelt. Wie gut oder schlecht es Schumacher wirklich geht, inwiefern er mit seiner Außenwelt kommuniziert und wie die Chancen auf Genesung stehen, bleibt freilich Gegenstand von Spekulationen. Von anderen, (entfernt) ähnlichen Schicksalen Rückschlüsse auf Schumacher zu ziehen, ist müssig, ist doch jede Verletzung und somit deren Folgen unterschiedlich.

Schumacher auch in Lausanne von Sicherheitskräften von der Öffentlichkeit abgeschottet

Für einen ruhigen Rehabilitationsprozess bleibt zu hoffen, dass der Wunsch nach Privatsphäre berücksichtigt wird. Ob die Freude über die anscheinend positive Entwicklung und der Wunsch danach, Schumacher eine ruhige Rehabilitation im Kreise seiner Familie zu ermöglichen, gegenüber der Sensationsgier überwiegt, wird sich zeigen. Naturgemäß bilden die spärlich gehaltenen offiziellen Meldungen Anlass zu mitunter wilden Spekulationen. Offizielle Informationen zum Verlauf der Rehabilitation werde es nicht geben, so die Ankündigung – zum Schutz davor, dass Informationen oder gar Bilder über einen anderen Weg nach außen dringen, wird Schumacher auch in Lausanne von Sicherheitskräften von der Öffentlichkeit abgeschottet.

Letztes offizielles Statement Ende April

Das letzte offizielle Statement zu Schumachers Zustand hatte es Ende April gegeben. Der 45-jährige habe erstmals wieder „Momente des Bewusstseins und des Erwachens“ gezeigt, so der letzte bestätigte Bericht. Die Aufwach-Phase aus dem künstlichen Koma war bereits Ende Januar eingeleitet worden.

Freudige Reaktionen aus der Sportwelt

In der Sport-Welt wurde die Nachricht mit Freude aufgenommen – nicht nur bei (ehemaligen) Motorsport-Kollegen. Lukas Podolski von der deutschen Fußball-Nationalmannschaft twitterte vor dem gestrigen Spiel gegen Portugal: „Was für großartige Nachrichten! Gute Besserung Schumi! Ich war so glücklich, als ich davon hörte“. Auch für Red Bulls Motorsport-Berater Helmut Marko bedeutet die Nachricht „ein wirkliches Aufatmen“. In Vergessenheit geraten ist Schumacher im vergangenen halben Jahr freilich nie. #keepfightingmichael – Schriftzüge zieren die Formel 1- Boliden des Rennstalls Mercedes auch noch fünfeinhalb Monate nach dem Unfall.

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