© Bild: Fredrik von Erichsen / EPA / picturedesk.com
 

Michael Schumacher: Anteilnahme abseits alter Rivalitäten

Ungetrübte Anteilnahme auch von ehemaligen Rivalen wie Rubens Barichello – sogar Bill Clinton betet für Schumacher und seine Familie

01.01.2014 APA

Auch wenn Michael Schumacher in seiner Formel 1-Zeit nicht allerseits beliebt war: Die Anteilnahme nach seinem schweren Schiunfall ist enorm. Auch alte Rivalitäten wie jene zwischen Schumacher und dessen ehemaligem Ferrari-Teamkollegen Rubens Barichello treten dabei in den Hintergrund: „Was im Leben zählt, ist sich an die guten Zeiten zu erinnern“, schrieb Barrichello, der zu Schumachers Glanzzeit bei Ferrari sein Dasein als Schattenmann fristete: „Wir beten für dich.“

Schumacher: „Wenn du gewinnen willst, gehst du an alle Grenzen“

Schumacher hatte gemeint, dass man als Pilot brutal sein müsse. „Ich mache einen Job, und den will ich bis zum absoluten Maximum erfüllen. Wenn du gewinnen willst, gehst du an alle Grenzen.“ Schumacher nannte das einmal „konsequent“. „Du musst manchmal brutal sein, auch zu dir selbst, wenn du im Wettbewerb stehst.“

Schumacher war nicht immer „Everybody’s Darling“

Als Schumacher Ende 2006 bei seinem letzten Rennen vor seinem ersten Formel-1-Ruhestand vom zehnten Startplatz aus mit einer grandiosen Leistung wie zu allerbesten Zeiten noch auf Rang vier raste, schrieb die italienische Zeitung „La Repubblica“: „Der Roboter, der uns nicht gefiel, hat es geschafft, uns mitzureißen.“ Und der britische „The Independent“ meinte damals: „Schumacher wurde oft kritisiert. Aber er verabschiedete sich in Brasilien so, wie er 1991 in Belgien angefangen hatte: als Held.“ 2006 verpasste Schumacher seinen achten WM-Titel. Trotzdem war er längst zum erfolgreichsten Piloten in der Geschichte der Formel 1 geworden – mit  91 Rennsiegen und sieben Titeln von 1991 bis 2006.

Bill Clinton betet für Schumacher und seine Familie

Die historischen Leistungen des Rheinländers riefen Neid, aber letztlich großen Respekt hervor. Auch davor, trotz Ruhms, trotz Reichtums eigentlich der geblieben zu sein, der Schumacher vor seiner Karriere war. In seinen schwersten Stunden stehen Schumacher nun Ex-Kollegen, Formel-1-Teams, andere Sportstars von Dirk Nowitzki bis Boris Becker, FIFA-Präsident Joseph Blatter und sogar ehemalige US-Präsidenten in Gedanken bei. „Ich bete für ihn und seine Familie“, twitterte Bill Clinton.

Mehr zum Thema
pixel