Ross Brawn mit Lewis Hamilton vor der Trainingseinheit in Suzuka.
Die Gerüchte über den Abgang von Brawn wollen nicht verstummen.
 

Formel 1: Mercedes will die WM 2014 gewinnen

Der Rennstall um die Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg will in der nächsten Formel-1-Saision deutlich zulegen und hat viel vor, auch ohne Brawn.

26.11.2013 APA

Der Abgang von Ross Brawn geistert seit Wochen durch die Formel 1, ob der 59-jährige Brite tatsächlich Mercedes verlässt, wird sich wohl bis Jahresende zeigen. Der Rennstall um Lewis Hamilton, dem Weltmeister von 2008, und dem Deutschen Nico Rosberg will gegebenenfalls auch ohne Mastermind Brawn im Jahr 2014 voll durchstarten.

Paddy Lowe als Nachfolger von Ross Brawn denkbar

Für den Kampf um den WM-Titel wären die Silberpfeile auch ohne den einstigen Erfolgsmacher der Motorsport-Königsklasse gerüstet. „Wir als Team sind mittlerweile sehr gut aufgestellt, haben sehr kompetente Leute in unseren Reihen“, betonte der deutsche Pilot Nico Rosberg beim Blick auf die aktuelle Mercedes-Crew, die vor längerem schon durch den potenziellen Brawn-Nachfolger Paddy Lowe von McLaren verstärkt worden ist.

Weiterer Aufstieg

Rosberg und der Brite Lewis Hamilton wollen den steilen Aufstieg von diesem Jahr mit insgesamt drei Siegen und acht Poles fortsetzen, wenn die Königsklasse des Motorsports mit Turbomotoren, komplexerer Hybridtechnik und neuer Aerodynamik neu durchstartet.

Mercedes 2. in der Konstrukteurswertung

„Ich freue mich sehr auf 2014 und glaube, dass ich von den ganzen Neuerungen profitieren kann“, sagte Rosberg, WM-Sechster 2013. Hamilton wurde Vierter. Gemeinsam bescherten sie Mercedes nach drei enttäuschenden bis höchstens mäßigen Jahren als Werksteam Platz zwei unter den Teams hinter Branchenführer Red Bull. Vor einem Jahr dümpelten die Silberpfeile in der Konstrukteurswertung noch auf Rang fünf.

Zuverlässigkeit entscheidet

Für Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist klar, dass es 2014 nicht nur auf die reine Power des neuen Motors, den das Werksteam im Gegensatz zu Red Bull (Lieferant: Renault) selbst baut, und die Geschwindigkeit des neuen Autos generell ankommen wird. „Die Leistung wird eine Sache sein, aber die Weltmeisterschaft kann im nächsten Jahr durch die Zuverlässigkeit gewonnen oder auch verloren werden“, sagte Wolff.

Rückkehr zum Entwicklungsrennen

Nachdem die alten Achtzylinder-Saugmotoren acht Jahre praktisch unverändert im Einsatz waren und eine fast perfekte Haltbarkeit erreichten, fängt alles nun bei null an. „Wir kehren zu einem Entwicklungsrennen zurück“, betonte Wolff.

Brawn an 8 WM-Titel beteiligt

Brawn hat mit seiner Erfahrung von sieben WM-Titeln mit Michael Schumacher und einem mit Jenson Button längst seinen Teil zur Entwicklung des neuen Autos beigetragen, das mit dem Start der Testfahrten am 28. Jänner 2014 erstmals zum Einsatz kommen wird. Bis dahin bleiben knapp zehn Wochen.

  • Ravenbird

    Das werden sie auch schaffen, wenn sie weiter Geld statt in die Qualität und Optik ihrer schiachen Serienkisten mit Beta-Test-Qualität in die F1 stecken.
    Der vielleicht beste, weltweit bekannteste und für seine Qualität ge- und berühmte Vertreter deutscher Technik verkommt zu einem Schicki-Micki-Gurkerl mit Schlitzaugendesign. Keine elegante Zurückhaltung, für die Mercedes früher gestanden hat. Nur Marktschreierei.
    Wie gut, daß es Jaguar und BMW gibt.

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