matthias-walkner-rallye-dakar-2015
 

Erst Dakar und jetzt Abu Dhabi, spannende Saison für Matthias Walkner

Das Ziel des jungen Salzburgers bei der Abu Dhabi Desert Challenge lautet ein Platz unter den Top 10. Wo Walkner noch Steigerungspotenzial sieht.

25.03.2015 APA

Für Matthias Walkner startet am Donnerstag mit der Abu Dhabi Desert Challenge die erste Extrem-Rallye-WM-Saison als KTM-Werksfahrer. Gefahren wird vom 26. März bis 2. April 2015. Bei seinem sensationellen Dakar-Debüt, inklusive Etappensieg, wurde der Salzburger aufgrund einer Lebensmittelvergiftung zur Aufgabe gezwungen. Walkner muss sich neben KTM-Star Marc Coma (ESP), der im Emirat schon sieben Mal gewonnen hat und dem Vorjahressieger Paulo Goncalves (POR/Honda), behaupten.

Das Ziel von Matthias Walkner bei der Rallye Abu Dhabi

„Wenn ich es in die Top Ten schaffe und mich dabei nicht verfahren habe, dann bin ich zufrieden. Mein großes Thema heißt nach wie vor ‚Navigation‘. Da ist gerade in der Wüste noch sehr viel Steigerungspotenzial vorhanden“, sagte Walkner.

Lebensmittelvergiftung stoppte erfolgreiches Dakar-Debüt

In den vergangenen Wochen konnte der 28-Jährige aus Kuchl die Infrastruktur und Expertise des KTM-Werksteams optimal nutzen. Die Folgen der Lebensmittelvergiftung, die ihn zur Dakar-Aufgabe gezwungen hatte, hat auch das Aufbautraining danach teilweise schwierig gemacht: „Es ist ein schmaler Grat, wie viel man sich im Training zumutet, wenn man dieses körperliche K.o. noch nicht ganz übertaucht hat“, betonte Walkner, der von der Betreuung im Red-Bull-Leistungszentrum in Thalgau profitierte und sich beim Saisonstart topfit präsentiert.

Abu Dhabi Desert Challenge 2014

Das wartet in Abu Dhabi auf die Teilnehmer

In Abu Dhabi sind mehr als 2.000 km zu absolvieren, davon 1.700 km als Sonderprüfung mit Zeitnahme. Walkner wird alle fünf Rennen auf vier Kontinenten bestreiten. „Ich denke, wenn ich wirklich alles abrufen kann und konstant schnell bin, dann könnte ich in der Gesamtwertung unter die besten fünf fahren. Das wäre sensationell“, betonte der Bruder der Ski-Freeride-Weltmeisterin Eva Walkner.

Heinz Kinigadner über Walkner

Heinz Kinigadner sieht in den kommenden zwei Bewerben für Walkner viele Möglichkeiten, sich zu verbessern. „Jetzt geht es darum, dass er seine Fähigkeiten mit jedem Kilometer weiter entwickelt. Die beiden Rallyes in Abu Dhabi und danach in Katar sind perfekt dafür, weil Matthias hier durch jede Menge Sand und offene Wüste muss. Und genau in diesem Bereich braucht es viel Erfahrung.“

Mehr zum Thema
pixel