MX3-Motorradfahrer beim Rennen in Bulgarien
In Bulgarien fuhr Walkner auf Platz eins
 

Motocross: Walkner könnte bei Dakar starten

Der Ex-Weltmeister der MX3-Klasse Matthias Walkner überlegt aus finanziellen Gründen über einen Wechsel in den Endurosport nach.

15.09.2013 APA

 

In dieser Saison konnte Matthias Walkner seinen WM-Titel nicht verteidigen, er wurde starker Dritter. Aufgrund der Änderungen in der Rennklassen – die in Europa gefahrene MX3-Kategorie wird eingestellt und mit der Königsklasse MX1 zur MX-GP fusioniert – ist es für den Salzburger schlicht nicht mehr leistbar in der fusionierten Klasse anzutreten. Der 27-jährige KTM-Pilot denkt deshalb sogar über einen Start bei der Dakar-Rallye nach.

Sechs Rennsiege reichten nicht

Walkner hat die WM 2013 auf Platz drei beendet, obwohl er mit sechs Laufsiegen deutlich mehr gewonnen hat als der aktuelle Champion Klemen Gercar aus Slowenien (2). Krankheiten und Pech kosteten den Titelverteidiger letztlich aber einen neuerlichen Gesamtsieg. „Mit einer Bronzemedaille kann ich aber schon auch zufrieden sein. Ich habe mich gesteigert und war heuer sicher noch schneller als letztes Jahr“, tröstete sich Walkner.

MX1-Ausflug

Bei seinen Abstecher in die MX1-WM hat Walkner aber gezeigt, dass er mithalten kann. Er hat jedoch auch erkennen müssen, dass neben 15.000 Euro Startgebühr noch rund 150.000 Euro an weiteren Ausgaben dazukommen. Und das bei null Euro Preisgeld. „Allein für die sechs Überseerennen müsste ich 120.000 Euro aufbringen und nur Europarennen zu bestreiten das macht für die Gesamtwertung wenig Sinn“, erklärte Walkner.

Weiter internationale Rennen

Ziel ist aber weiterhin, Rennen auf internationaler Ebene zu bestreiten. Gespräche mit seinem Hauptsponsor sowie dem zweifachen Motocross-Weltmeister und KTM-Sportmanager Heinz Kinigadner sollen deshalb Klarheit für die Zukunft bringen.

 

pixel