Dietrich Mateschitz
Mateschitz ist zuversichtlich.
 

Mateschitz ist nach Testdesaster nicht besorgt

„Unsere aktuellen Probleme liegen nicht beim Team, sondern im Motorenbereich“, so der Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz.

01.02.2014 APA

„Ich sehe noch keinen Grund zur Besorgnis“, mit diesen Worten Kommentierte der Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz die aktuellen Probleme, die sein Rennstall bei den Formel-1-Tests im südspanischen Jerez de la Frontera hatte.

Problem liegt am Antriebsstrang

„Unsere aktuellen Probleme liegen nicht beim Team, sondern im Motorenbereich“, stellte Mateschitz klar. Hinsichtlich Rückkehr der Formel 1 nach Österreich legte der Red-Bull-Boss die Latte hoch. “ Wir bemühen uns, ein perfektes Rennwochenende vor ausverkauften Tribünen auf die Beine zu stellen“, erklärte Mateschitz knapp fünf Monate vor dem für 22. Juni angesetzten Grand Prix von Österreich in Spielberg.

Ajax und Lindsey Vonn

Auch auf das bevorstehende Sechzehntelfinale seiner Mannschaft in der Fußball-Europa-League sowie Skirennfahrerin Lindsey Vonn ging Mateschitz in dem Interview ein. Ajax Amsterdam sei ein schwerer, weil hoch professioneller Gegner mit viel internationaler Erfahrung. „Ajax spielt ein ähnliches System wie wir“, sagte der gebürtige Steirer, der von einem erfolgreichen Vonn-Comeback überzeugt ist. „Sie wird engagiert und motiviert zurückkommen.“

Bis Bahrain die Probleme lösen

Der Einser-Rennstall von Mateschitz hatte bei den ersten Testfahrten für die Saison 2014 in Jerez de la Frontera wegen zahlreicher Probleme an drei der vier Tage vorzeitig abbrechen müssen und nicht einmal 100 Kilometer geschafft. „Die Probleme müssen wir bis zum nächsten Test in Bahrain wegbekommen, dann wissen wir mehr“, betonte Mateschitz.

Mercedes und Ferrari sind große Rivalen

„Die Stunde der Wahrheit“ schlage aber erst beim Rennauftakt in Melbourne (16. März). Selbst ein Rückstand am Saisonanfang hieße nicht automatisch, „dass die WM verloren ist. Auch mit einem Nachholbedarf besteht eine Chance“, meinte Mateschitz und schätzte Mercedes und Ferrari als „sehr große Rivalen“ ein.

Abgang von Toptechnikern stellt kein Problem dar

Mateschitz beurteilte den nagelneuen RB10 trotz allem als „höchst positiv“, weil dieser von Adrian Newey konstruierte Wagen wieder mehr als nur „State of the Art“ sei. Die Start-Probleme sind laut Mateschitz nicht darauf zurückzuführen, dass einige Toptechniker zu anderen Teams abgewandert sind. „Die Mannschaft hat insgesamt weiter ein hohes Know-how.“

5 WM-Titel als Ziel

Klares Formel-1-Ziel ist auch für Mateschitz der fünfte WM-Titel in Serie. „Auch wenn wir nicht an den fünften Streich glaubten, müssten wir uns diesen Titel zum Ziel setzen. Der muss immer angestrebt werden, wie auch von den anderen Teams.“ An sein zweites Team hat Mateschitz hohe Erwartung. „Toro Rosso sollte sich endgültig im Mittelfeld platzieren, also zwischen den Plätzen vier und sechs.“

Renault hat viel Arbeit

Der Motorenlieferant Renault hat bis zum nächsten Formel-1-Test in Bahrain nach eigenen Angaben „eine lange Liste“ vor sich. „Wir sind nicht genug Runden gefahren. Und wenn, dann war es auf einem nicht akzeptablen Leistungsniveau“, sagte der stellvertretende Technische Direktor Bob White am Samstag auf der Website der Formel-1-Abteilung des französischen Autobauers.

Probleme mit Renaultmotoren

Renault beliefert neben dem Weltmeisterteam Red Bull Rennställe von Toro Rosso und Caterham, alle drei waren von den Problemen betroffen. Lotus, das vierte Renault-Team, hatte die ersten Tests ausgelassen.

Nächster Test in Bahrain

Die Probleme hätten nicht eine einzige Ursache, betonte White. „Prinzipiell betraf es die Kontrolle und den Betrieb der verschiedenen Untersysteme der Antriebseinheit im Auto.“ Die nächsten Tests in Bahrain finden von 19. bis 22. Februar statt. Danach gibt es in der Wüste noch einmal vier Tage Zeit für Probefahrten, ehe am 16. März in Melbourne die WM-Saison beginnt.

  • Marko

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