Mark Webber
Webber fährt ab nächster Saison in der Langstrecken-WM für Porsche
 

Webber mit viel Lob für Vettel

Mark Webber, der noch Teamkollege von Sebastian Vettel, zollt dem Deutschen Formel-1-Weltmeister Respekt.

24.10.2013 APA

 

Mark Webber findet für seinen Stallkollegen Sebastian Vettel nur gute Worte. Die Überlegenheit seines Red-Bull-Kollegen schiebt der Australier aber auch den Pirelli-Reifen zu. Kein Pilot könne mit den aktuellen Formel-1-Pneus dermaßen gut umgehen wie Vettel. „Auf den Bridgestones war es noch etwas enger“, erinnerte Webber am Donnerstag in Indien an die Weltmeisterschaften 2009 und 2010.

Der fast Weltmeister

Vor drei Jahren sah Webber selbst lange Zeit wie ein möglicher Weltmeister aus, ehe sich Vettel im Saisonfinale in Abu Dhabi doch noch seinen ersten Titel krallte – ein Schlüsselmoment in beider Karriere. Seither ist Vettel seinem routinierten Teamkollegen um die Ohren gefahren. „Er war in den vergangenen Jahren sehr, sehr stark. Er hat einen unglaublichen Lauf gehabt“, gestand Webber.

Webber in der zweiten Reihe

Der 37-Jährige beendet seine Formel-1-Karriere nach dieser Saison. Während er weiter auf seinen ersten Saisonsieg wartet, hat der elf Jahre jüngere Vettel bereits deren neun eingefahren. Red Bull betont zwar stets die Gleichberechtigung seiner beiden Piloten. Als Serienweltmeister hat der Deutsche aber das Standing im Team, dass die Konstruktion des Autos eher auf seine Bedürfnisse ausgerichtet ist als jene von Webber.

Vettels Qualitäten

Zudem wird seit 2011 auf Pirelli gefahren. „Da hat er keine Schwächen. Er hat aber auch immer das Beste aus dem Auto herausgeholt“, lobte Webber seinen Rivalen. „Er war superkonstant, das hat ihn stark gemacht. Manchmal hat er mit einem dominanten Auto gewonnen, manchmal aber auch mit einem Auto, das nicht so dominant war. Das muss auch mit seinen Qualitäten zu tun haben.“

Webber von Suzuka-Entscheidung überrascht

Dennoch könne man Vettel schlagen. „Mit Pole Position, einem guten Rennen und der richtigen Strategie“, sagte Webber. Der Australier ist immer noch nicht glücklich darüber, vor zwei Wochen in Suzuka mit einem Strategiewechsel um seine Siegchance gebracht worden zu sein. Vettel kam mit zwei Stopps an ihm vorbei, er selbst musste deren drei einlegen. Webber: „Ich bin immer noch überrascht darüber, was wir getan haben. Dazu stehe ich nach wie vor.“

Bis zu einem gewissen Grad Spaß

Dennoch will sich der Routinier mit einem weiteren Topergebnis aus der Königsklasse verabschieden. „Ein weiterer Sieg wäre schön“, sagte Webber. Es wäre sein zehnter GP-Erfolg. „Es würde aber nicht viel ändern, wie ich auf meine Karriere zurückblicke.“ Ohne Groll, sondern mit Stolz. „Ich habe gute Jahre gehabt und ich habe immer noch bis zu einem gewissen Grad Spaß, im Auto zu sitzen.“

Ricciardo folgt Webber

Ab der kommenden Saison fährt Webber in der Langstrecken-WM für Porsche. „Ich fühle mich sehr wohl mit der Entscheidung, die ich getroffen habe.“ Ständig an Vettel gemessen zu werden, wird ihm nicht abgehen. Diese Ehre wird ab 2014 seinem Landsmann Daniel Ricciardo zuteil. „Ich bin mir des Wettbewerbes bewusst, der auf mich zukommt“, versicherte der Youngster aus Red Bulls Zweitteam Toro Rosso. „Ich werde alles dafür tun, um herauszufinden, warum Sebastian so schnell ist.“

 

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