Mark Webber während dem Qualifying zum GP von Abu Dhabi
Mark Webber könnte sich zum Formel-1-Abschied seinen ersten Saisonsieg holen
 

Webber auf Pole und bisher noch ohne Saisonsieg

Mark Webber musste sich diese Saison schon oft seinem Teamkollegen Sebastian Vettel geschlagen geben. In Abu Dhabi hat der Australier noch eine Chance sich zu beweisen.

02.11.2013 APA

Die Dominanz von Vettel ist für einen kurzen Moment durchbrochen worden, von seinem Teamkollegen Mark Webber. Der Australier war am Samstag im Qualifying für den Grand Prix in Abu Dhabi der Schnellste und eroberte damit nach Suzuka zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen die Pole Position. Für den zweitplatzierten Sebastian Vettel setzte es damit im 17. Versuch die zweite Quali-Saisonniederlage gegen seinen Red-Bull-Teamkollegen.

Mercedes hinter Red Bull

Der Deutsche wird es jedoch verkraften, schließlich steht er ja seit vergangenem Sonntag zum vierten Mal in Serie als Weltmeister fest. Für Webber ist es die 13. Pole seiner mit Saisonschluss zu Ende gehenden zwölfjährigen Formel-1-Karriere. Hinter dem auch unter Flutlicht dominierenden Red-Bull-Duo stehen die beiden Mercedes-Boliden in der zweiten Startreihe, der Deutsche Nico Rosberg wurde in der Quali Dritter und der Engländer Lewis Hamilton trotz eines Ausrutschers in der Schlussrunde Vierter.

Verbesserung in einigen Abschnitten

„Das war ein guter Tag. Meine Ausgangsposition für das Rennen ist natürlich ausgezeichnet“, freute sich Webber, der in seiner Abschiedssaison noch immer auf den ersten Grand-Prix-Sieg wartet. „Ich hatte in der Vergangenheit oft Probleme auf dieser Strecke, aber ich habe mich in einigen Abschnitten verbessert“, erklärte Webber, der 0,118 Sekunden schneller als Vettel war.

Vettel mit Patzer

„Mark hatte eine sehr gute Runde, Gratulation“, gab es auch von Vettel Lob für den 37-jährigen Routinier. „Ich hätte es sicher besser machen können. Aber ob es für Mark gereicht hätte, das weiß ich nicht“, meinte Vettel, der in Kurve 1 patzte und sich deshalb bei seiner Mannschaft mit einem „Sorry“ entschuldigte.

Schumacher-Rekord

Der jüngste Vierfach-Weltmeister der Geschichte muss nun von Startplatz zwei die Jagd auf den nächsten Formel-1-Rekord eröffnen. Gewinnt er wie 2009 und 2010 den Grand Prix vor der spektakulären Kulisse auf Yas Island (14.00 Uhr MEZ/live ORF eins, RTL und Sky), stellt er den Rekord seines Landsmanns Michael Schumacher mit sieben Saisonsiegen in Serie aus dem Jahr 2004 ein.

Red Bull bisschen ärgern

Dass die beiden Mercedes den Red Bulls im Rennen wirklich Paroli bieten können, scheint bei einer halben Sekunde Rückstand eher schwierig. „Die Besten hinter Red Bull, das ist auch unser Ziel für morgen“, sagte Rosberg und kündigte an, die Vorderleute am Start ein „bisschen ärgern“ zu wollen. Hinter Rosberg und Hamilton steht in der Startaufstellung des drittletzten Saisonrennens Vorjahressieger Kimi Räikkönen.

Alonso abgeschlagen

Räikkönen ließ sich auch vom Zoff inklusive Boykottdrohung der letzten beiden Rennen wegen ausstehender Lotus-Zahlungen nicht beirren und verschaffte sich im Kampf um den Vizerang in der WM-Wertung einen deutlichen Vorteil. Denn bei Widersacher Fernando Alonso ist die Luft komplett heraußen. Der WM-Zweite, an dessen Seite Räikkönen im kommenden Jahr fahren wird, kam nicht einmal in die Top Ten. Noch hat Alonso aber einen Vorsprung von 24 Punkten auf den Finnen.

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