Mark Webber beim Großen Preis von Brasilien
12 Jahre ist der Australier in der Königsklasse gefahren.
 

Mark Webber: Videobotschaft zum Abschied

Nach 12 Jahren in der Königsklasse verabschiedet sich der Australier Webber und wechselt ins Sportwagenprogramm von Porsche.

24.11.2013 Online Redaktion

Per Videobotschaft hat sich Mark Webber von seinen Fans aus der Formel 1 verabschiedet. „Hallo Leute, ich möchte euch allen danken für eure tolle Unterstützung“, so der 37-jährige australische Red-Bull-Pilot vor seinem letzten Formel-1-Rennen am Sonntag in Sao Paulo.

Video: Mark Webbers Botschaft zum Abschied aus Formel 1

Webbers bisherige Karriere

Mark Webber begann seine Formelsport-Karriere 1994 mit dem Einstieg in die australische Formel Ford, in der er bis 1996 fuhr. Es folgte ein Engagement in der britischen Formel Ford in der er zur Vizemeisterschaft fuhr. Der nächste Schritt seiner Karriere war der Wechsel in die britischen Formel-3-Masters. Von 1998 bis 1999 ging es in die FIA-GT-Meisterschaft in der er Teamkollege von Bernd Schneider wurde.

Gruppenfoto der Formel 1 2002

© Bild: dpa / dpaweb / Gero Breloer

Formelsport ab 2000

Ab dem Jahr 2000 fuhr der Australier wieder im Formelsport, anfangs Formel 3000 (von 2000 bis 2001) und ab 2002 in der Königsklasse. Zuerst für den italienischen Rennstall Minardi (2002), dem er nach langer Durststrecke endlich zu WM-Punkten verhalf. Nach nur einer Saison und Platz 16 in der Weltmeisterschaft erfolgte der Wechsel zu Jaguar (von 2003 bis 2004). Hier konnte Webber zwar seine Stärken erstmals ausfahren, jedoch wurde sein Können von den technischen Möglichkeiten Jaguars deutlich gebremst.

Gruppenfoto vom Team-Jaguar 2004

© Bild: dpa / dpaweb / Jaguar

Erste Podest-Platzierung

Erst beim Formel-1-Rennstall Williams, zu dem Webber 2005 wechselte und bis 2006 blieb, konnte sich der smarte Australier seinen ersten Podest-Platz sichern. Beim Großen Preis von Monaco fuhr er auf den dritten Platz. Nach einigen Tumulten innerhalb des Teams und schließlich der Spaltung von BMW und Williams folgte 2007 Webbers Einstieg bei Red Bull.

Red-Bull-Jahre

In seiner ersten Red-Bull-Saison schloss er als Teamkollege von David Coulthard auf dem 12. Platz (10 Punkte) die Weltmeisterschaft ab. 2008 konnte sich der Australier in der Gesamtwertung von seinem Teamkollegen Coulthard (8 Punkte), mit 21 Punkten klar absetzen. 2009 bekommt Webber einen neuen Kollegen: Sebastian Vettel.

Erster Triumph

Mark Webber musste lange auf seinen ersten Triumph in der Königsklasse warten. Beim Grand-Prix von Deutschland war es soweit. Der Red-Bull-Pilot sicherte sich erstmals die Pole Position und konnte das Rennen am Nürburgring für sich entscheiden. Damit kam der Australier erst beim 130. Grand Prix als schnellster durchs Ziel.

2010 bis 2013 im Schatten von Vettel

In der Formel-1-Saison 2010 wurde Sebastian Vettel erstmals Weltmeister, Mark Webber schloss die Weltmeisterschaft, mit seiner bisher besten Platzierung, auf dem dritten Platz ab. 2011 konnte der Australier nur einen Grand-Prix-Sieg feiern (Brasilien) und war am Ende der Saison wieder Gesamtdritter. Wohingegen sein deutscher Teamkollege 11 Mal auf den ersten Platz fuhr und somit seinen Weltmeistertitel erfolgreich verteidigen konnte. Webbers vorletzte Formel-1-Saison schloss er auf dem 6. Platz in der Weltmeisterschaft ab.

Sebastian Vettel und Mark Webber beim Grand-Prix von Süd Korea

© Bild: EPA / Srdjan Suki / POOL

Stallorder

2013 missachtete Vettel in Malaysia eine Teamorder und schnappte Webber den Sieg vor der Nase weg. Dennoch glaubt Webber, dass irgendwann zwischen den beiden alles in Ordnung sein wird. „Aber im Moment ist es schwer“, so der Australier zum „Telegraph“. Und erklärte mit Verweis auf Schumacher, dass es solche und solche Scheuklappen gebe. „Ich habe Michaels auch gesehen, und ich glaube nicht, das Sebs genauso schlimm sind.“ Vor dem letzten Saisonrennen in Brasilien befindet sich Webber auf dem 5. Platz in der Gesamtwertung.

Wechsel ins Sportwagenprogramm von Porsche

Nach zwölf Jahren in der Königsklasse des Motorsports, davon seit 2007 bei Red Bull, wechselt Webber 2014 ins Sportwagenprogramm von Porsche. „Es war eine unglaubliche Reise“, sagte Webber. Er habe viele sehr spezielle Momente erlebt. In Brasilien verabschiedete sich der Teamkollege von Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel mit seinem 215. Grand Prix.

F1-Steckbrief von Mark Webber*

Formel-1-Teams

  • 2002 Minardi
  • 2003 bis 2004 Jaguar
  • 2005 bis 2006 Williams
  • 2007 bis 2013 Red Bull

F1-Statistik

  • WM-Dritter 2010 und 2011
  • 1029,5 WM-Punkte
  • 41 Podestplätze

 

* Stand: Nach dem Grand Prix der USA, 17.11.2013

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