Lotus wegen Zahlungsschwierigkeiten vor Gericht

Trifft es nun auch Lotus? Der Formel 1-Rennstall musste sich am Montag wegen ausstehender Zahlungen an Zulieferfirmen vor dem Gläubigergericht verantworten.

07.07.2015 Online Redaktion
Es ist nichts Neues, dass kleine Formel 1-Teams mit Finanzschwierigkeiten kämpfen. Caterham und Marussia mussten im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden. Während Manor die Marussia-Rennlizenz übernahm, gab es für Caterham keine Rettung. Das selbe Schicksal könnte auch andere Rennställe treffen. Obwohl die Lotus-Gläubiger fürchten, aktuelle Zahlungsschwierigkeiten seien ein deutliches dahingehendes Warnsignal, beruhigt Lotus-Geschäftsführer Matthew Carter am Montag.

„Zulieferfirmen haben schlechtes Gefühl“

Lotus musste sich am Montag wegen wegen ausstehender Zahlungen an Zuliefererfirmen vor dem Gläubigergericht in London verantworten müssen. Eine Gerichtssprecherin teilte am Montag die Vertagung des Prozesses auf 20. Juli mit. „Einige Zuliefererfirmen haben ein schlechtes Gefühl nach dem, was mit Caterham und Marussia passiert ist“, erklärte Lotus-Geschäftsführer Matthew Carter.

„Es ist bereits eine Lösung gefunden worden“

Aus diesem Grund hätten sie das Gläubigergericht angerufen, das laut britischem Recht die letzte Instanz vor einem Insolvenzverfahren ist. Aber:  „Es ist bereits eine Lösung gefunden worden, deshalb wurde der Prozess vertagt. Die Dinge werden erledigt“, versicherte Carter.

Lotus verzeichnete am Sonntag im britischen Grand Prix in Silverstone einen Doppelausfall in der Anfangsphase. In der Konstrukteurs-WM liegt der Rennstall aus Enstone nach 9 von 19 Rennen mit 29 Punkten auf dem sechsten Platz. In der Fahrer-WM ist der Franzose Romain Grosjean (17) Zehnter, sein venezolanischer Lotus-Teamkollege Pastor Maldonado (12) 13.

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