Le Mans Toyota
Rennen vom Tod Simonsen s überschattet
 

Le Mans: Sicherheitsdebatte nach tödlichem Unfall

Schikane offenbar unzureichend gesichert

23.06.2013 APA

 

Der tödliche Unfall des dänischen Rennfahrers Allan Simonsen zu Beginn der 24 Stunden von Le Mans hat eine Debatte über die Sicherheit entlang der Strecke ausgelöst. Der 34-jährige Aston-Martin-Fahrer hatte am Samstag in der dritten Runde die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war in die Leitplanke gekracht – an einer Stelle, wo kein Reifenstapel als Puffer aufgebaut war.

Simonsen ist der erste Todesfall im Rennen seit dem Unfall des Österreichs Jo Gartner im Jahr 1986. In der Vorqualifikation war 1997 der Franzose Sebastien Enjolras tödlich verunglückt.

Zusätzliche Absicherungen notwendig?

„Man wird sich Gedanken machen müssen. Die Rennstrecke führt im 45-Grad-Winkel auf die Landstraße. Gerade an dieser Stelle sollte man mit Reifenstapeln die Leitplanken zusätzlich absichern“, sagte der dreifache Le-Mans-Sieger Marco Werner, der als Audi-Botschafter in Frankreich weilte. Dagegen nahm der fünffache Le-Mans-Gewinner Frank Biela die Verantwortlichen in Schutz: „Ich glaube nicht, dass man irgendjemandem einen Vorwurf machen kann. An dieser Stelle fliegt man normalerweise nicht von der Strecke.“

Französische Behörden untersuchen

Viele Fahrer wollten sich aus Respekt vor dem veranstaltenden Automobile Club de l’Ouest (ACO) nicht zu dem Thema äußern. Der Club teilte mit, dass der Unfall und seine Folgen von den französischen Behörden untersucht würden. Laut ACO ist dies bei einem Unfall mit Todesfolge ein normaler Vorgang.

Simonsen verstab im Spital

Simonsen war laut Medienberichten noch bei Bewusstsein, als ihn die Ärzte auf der Strecke erstversorgten. Nach seinem Transport in das Spital verstarb er dort. Auf Wunsch der Familie fuhr Aston Martin das Rennen trotzdem weiter, wie Teamchef David Richards betonte.

 

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