Monisha Kaltenborn kritisiert die Zustände in der Formel 1
Monisha Kaltenborn kritisiert die Zustände in der Formel 1
 

Kritik an Zuständen in der Formel 1

Nach der Insolvenz von Marussia und Caterham wird die Forderung nach einem anderen Umgang mit den Finanzen in der Formel 1 wieder laut.

01.11.2014 APA

In der Formel 1 wird viel geld umkgesetzt, trotzdem sind Caterham und Marussia insolvent und müssen dem Grand Prix der USA fernbleiben. Auch andere Teams müssen um ihr Fortbestehen zittern. Saubers österreichische Teamchefin Monisha Kaltenborn nahm dies zum Anlass, sich gegenüber „Sky“ ein Umdenken bei der Verteilung der Einnahmen einzusetzen: „Es muss ein Umdenken eintreten. Wir müssen schauen, dass die Einnahmen, die bei weitem ausreichen, so verteilt werden, dass man existieren kann – auch als Privatteam“, so Kaltenborn. „Wir setzen mit diesem Sport Milliarden von Dollar um und haben es nicht geschafft, elf Teams am Leben zu erhalten.“

„Fahrer als Einnahmequelle“

Ein weiterer wichtiger Ansatz sei die Einführung einer Kostenbremse. Angesprochen auf die mögliche künftige Fahrer-Paarung bei Sauber meinte Kaltenborn: „Es ist leider so, dass wir auch Fahrer als Einnahmequelle sehen müssen.“ Allerdings gelte dies nicht nur für den Hinwiler Rennstall, sondern für viele Teams. „Dies sollte nicht sein bei den Umsätzen, die wir alle zusammen generieren.“

Neues Geld durch neue Fahrer

Als Kandidaten bei Sauber für 2015 werden unter anderen der derzeitige niederländische Ersatzfahrer Giedo van der Garde sowie der Schwede Marcus Ericsson, der für Caterham bisher 16 Grand-Prix-Rennen absolviert hat, gehandelt. Beide würden dank Sponsoren neben ihrem fahrerischen Können auch eine beträchtliche finanzielle Mitgift mitbringen.

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