Ex-FIA-Chef Max Mosley
 

Kollabiert die Formel 1?

„Wenn es so weitergeht, dann bricht die Formel 1 zusammen“ – der ehemalige FIA-Chef Max Mosley plädiert für ein Budgetlimit zur Rettung der Königsklasse des Motorsports

07.04.2015 APA

Der frühere FIA-Chef Max Mosley fürchtet einen Kollaps der Formel 1. Die Finanzen müssten neu geregelt werden, um die Königsklasse des Motorsports zu retten, so Mosley. „Wenn es so weitergeht, dann bricht die Formel 1 zusammen“, sagte der Brite der Deutschen Presse-Agentur vor dem Grand Prix von China am Wochenende. Vor allem die ungleiche Verteilung der Einnahmen unter den Teams und die hohen Ausgaben für die Entwicklung der Autos und den Personaleinsatz seien problematisch, so Mosley: „Das ist unverhältnismäßig.“

„Damals…“

Der 74-jährige Mosley führte den Internationalen Automobilverband (FIA) von 1993 bis 2009 an, früher war er selbst Rennfahrer und Mitgründer des Formel-1-Teams March. „Damals hatte ein Team wie Tyrrell vielleicht 20 Angestellte und hat die WM gewonnen. Jetzt reden wir über 700 bis 1.000“, erklärte Mosley.

Mosley plädiert für Budgetlimit in der Formel 1

Als Sofort-Maßnahme zum Stopp der Krise der Rennserie plädierte Mosley erneut für ein Budgetlimit: „Was passieren muss, ist, dass das Geld, was durch Bernie Ecclestones Vermarktung in die Formel 1 kommt, unter allen Teams gleichmäßig verteilt wird und die Teams nicht spürbar mehr als das ausgeben dürfen.“

„Man muss es den Leuten glasklar machen“

Dafür aber müsse Einigkeit unter den Teams hergestellt werden, damit die bestehenden Verträge geändert werden könnten. „Das ist möglich, aber man muss es den Leuten wirklich glasklar machen“, sagte Mosley. Am Ende der Vorsaison hatten die Rennställe Caterham und Marussia Insolvenz anmelden müssen. Auch Sauber, Force India und Lotus werden seit langem von finanziellen Sorgen geplagt.

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