kimi
 

Der Eismann bleibt

Schluss mit Spekulationen: Pünktlich zu seinem 100. Formel 1-Grand Prix für Ferrari ist Kimi Räikkönens Vertrag bei der Scuderia verlängert worden

08.07.2016 APA

Viel wurde spekuliert, wer Kimi Räikkönen in der kommenden Formel 1-Saison bei Ferrari ersetzen könnte. Jetzt steht fest: Der „Ice Man“ bleibt! Pünktlich zu seinem 100. Grand Prix für Ferrari ist der Vertrag des Finnen bei der Scuderia verlängert worden. Damit gehen der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel und der bisher letzte WM-Champion Ferraris (2007) in eine gemeinsame dritte Saison.

Siebente Saison von Räikkönen bei Ferrari

Der 36-Jährige wird im kommenden März seine siebente Saison mit Ferrari in der Formel 1 in Angriff nehmen. Seinen Einstand in der Rennserie hatte er 2001 als Fahrer des Teams Sauber gegeben. Ein erstes Mal war Räikkönen von 2007 bis 2009 für Ferrari tätig gewesen und nach einem Abstecher in die Rallye-WM und einem zweijährigen Engagement beim Team Lotus 2014 zurückgekehrt.

Everybody’s Darling

Siege hat der 20-fache Grand-Prix-Gewinner Räikkönen seit seiner Rückkehr zu Ferrari keine mehr eingefahren. Sein fahrerisches Können ist gleichwohl weiterhin unumstritten. Zudem ist der stets bescheiden gebliebene Finne im Team im Allgemeinen und von Sebastian Vettel als Stallgefährte im Besonderen sehr geschätzt. Der Deutsche hat sich stets für eine Verlängerung der Zusammenarbeit mit Räikkönen stark gemacht. Die Entscheidung des Teams ist daher auch ganz nach Vettels Geschmack. Atmosphärische Störungen wie zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg bei Mercedes gelten in der Ferrari-Welt als ausgeschlossen. Auf dem Silverstone-Circuit posierten Vettel und Räikkönen in trauter Eintracht mit Sonnenbrillen für ein gemeinsames Selfie. Dafür gab’s dann auch vom „Ice Man“ ein seltenes Lächeln.

vettel kimi
© Bild: Charles Coates / Freier Fotograf

Vettel will’s noch allen zeigen

Dafür sind die beiden aber auch nicht so erfolgreich wie die Mercedes-Rivalen. Aber: „Wir haben einen deutlichen Schritt gemacht über den Winter, sind deutlich näher dran“, sprach Vettel in England zum wiederholten Male von der positiven Entwicklung in seinem zweiten Ferrari-Jahr. „Aber letztlich ist dieser Schritt nicht so groß, wie wir vielleicht erhofft hätten. Hinzu kommt, dass die Saison ein bisschen durchwachsen war. Wenn sich das Ganze ein bisschen beruhigt und wir normale Rennen haben, werden wir zeigen können, was in uns steckt.“

Teamchef Arrivabene glücklich

Teamchef Maurizio Arrivabene meinte, mit den beiden Fahrern ziemlich glücklich zu sein. Die Vorstellungen von Räikkönen konnten den Ferrari-Teamchef in der Vergangenheit aber nicht vorbehaltlos glücklich machen. Zu wechselhaft präsentierte sich der Skandinavier. Doch ein Aufschwung bei Räikkönen ist unverkennbar: Um satte 20 Zähler steigerte er sein Punktekonto im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt. Diese Argumente und vor allem die Fürsprache Vettels dürften ihm nun seinen wohl letzten Vertrag bei Ferrari eingebracht haben. „Ich habe schon immer gesagt, dass mein letztes Team Ferrari sein würde“, beteuerte Räikkönen.

Mehr zum Thema
pixel