Luca Wenzel Durchbruch im Kartsport
Luca Wenzel und sein Kart. Teamchef Christian Galotzy (mitte) und der Chefmechaniker.
 

Kartsport als Sprungbrett – Luca Wenzel

Das Wiener Mach Racing Team hat sich mit einer echten Nachwuchshoffnung zusammen getan. Luca Wenzel.

31.10.2013 Online Redaktion

Der Wintercup in Lonato ist für den Kart-Nachwuchs, was LeMans für die großen Jungs ist. 150 bis 200 Piloten aus der ganzen Welt matchen sich dann in Italien. Ende Februar mit dabei: Luca Wenzel und das Wiener Mach Racing Team. Die deutsche Nachwuchshoffnung hatte erst kürzlich sein zweites individuelles Training mit dem Rennstall. Es ging darum, das Kart richtig einzustellen (Spur, Sitz…),  Luca die Technik beizubringen und überhaupt einmal das Talent auszuloten.

Luca Wenzel – das Talent beim Mach Racing Team

Das scheint vorhanden zu sein, sonst ginge es nicht nach Lonato. Christian Galotzy, der Teamchef: „Ich will ja gewinnen und nicht hinten nach fahren.“ Für Fahrer, die in ihre erste Saison starten, ein ambitioniertes Ziel bei einem hochklassigen Termin. Weltklassefahrer aus Südamerika und die italienischen Lokalmatadore treten an. Mit etwas Pech liegt sogar noch Schnee. Wer nicht nach hinten durchgereicht wird, gehört zu den besten und hat vielleicht eine Zukunft.

Luca Wenzel Durchbruch im Kartsport

Die technische Schulung ist obligat.

Hoffnungen, die sich das Mach Racing Team bei Luca Wenzel macht. Das Ziel für den neuen Piloten ist der Formel Sport. Und wer keine reichen Eltern hat, der muss durchs Katzentürl rein. Wenn alles gut läuft will Luca in fünf Jahren bei der Indy Light mitfahren. Eine Veranstaltung für Nachwuchsfahrer im Rahmen der IndyCar-Serie in den USA. Danach soll es in die GP1 oder GP2.

Durchbruch durch den Kartsport

Dieser Umweg hat seinen Grund: der unterklassige Formelsport ist für Neueinsteiger ohne großen Sponsoren im Rücken einfach zu teuer. Formel BMW, Formel Renault, Formel drei… für Normalsterblich nicht zu finanzieren. Ein einziger Trainingstag bei der Formel Renault kostet 5000 Euro.

Weniger Normalsterbliche scheitern dann aber an den Ambitionen. Das Mach Racing Team hatte vor wenigen Jahren einen arabischen Nachwuchsfahrer an der Angel, der ihnen wieder abgesprungen ist. Der Weg über den Kartsport war ihnen zu mühsam und zeitraubend. Also gab es zum 16. Geburtstag einen Formel BMW geschenkt. Ein Direkteinstieg, der nicht gut gegangen ist. Auch wenn niemand ernsthaft verletzt wurde.

Bei Luca Wenzel scheint der Weg strenger vorgeplant zu sein. Mit etwas Glück finden sich noch Sponsoren. Spätestens mit guten Ergebnissen in Lonato eigentlich kein Problem.

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  • Ein Freund

    Sehr schöner Bericht, hoffentlich finden sich Sponsoren um den Traum zu verwirklichen.

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