singapur nach
 

„Jetzt träumt Ferrari von der unmöglichen Aufholjagd“

Von der „roten Dämmerung“ und einem Spaziergang auf der Rennstrecke: Das schrieb die internationale Presse über den Grand Prix von Singapur

22.09.2015 Online Redaktion

Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel ging aus dem Nacht-Grand-Prix in Singapur als Sieger hervor, jemand anderer ging auf der Rennstrecke herum. Titelverteidiger Lewis Hamilton blieb punktelos, und auch sein Teamkollege Nico Rosberg erzielte kein zufriedenstellendes Ergebnis. Das sagt die internationale Presse zum Formel 1-Rennen in Singapur 2015.

Deutschland:

„Berliner Zeitung“: „Grande Seppe.“

„Bild“: „Vettel träumt vom Titel-Wunder. 3. Sieg! Er kommt Mercedes näher und spricht vom ‚Unmöglichen’…“

Zum Zwischenfall mit dem Zuschauer auf der Strecke schrieb „Bild“: Besoffener Brite spaziert über die Strecke. Da war jemand im PS-Rausch. Wortwörtlich…“

„Die Welt“: „Entfesselter Vettel stürzt Mercedes vom Thron. Mysteriöser Leistungseinbruch der Silberpfeile ermöglicht dritten Sieg.“

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „Rote Dämmerung. Sebastian Vettel siegt in Singapur und macht Ferrari glücklich: Der eigene Plan ist übererfüllt. Hamilton fällt aus, Rosberg chancenlos, Mercedes rätselt über die plötzliche Schwäche.“

„Frankfurter Rundschau“: „Vettel kreiselt um die Sterne. Mit einer Gala in der Nacht in Singapur hat Sebastian Vettel die erstaunliche Schwäche seiner Mercedes-Rivalen genutzt und im Formel-1-Titelrennen neue Hoffnung geschöpft.“

Tagesspiegel: „Auf einem anderen Planeten. Beim Großen Preis von Singapur erlebt Ferrari-Pilot Sebastian Vettel ein perfektes Wochenende.“

Schweiz:

Blick: „Vettels traumhafte Nacht. Sebastian Vettel vollendete mit seinem dritten Vollerfolg in der laufenden Saison das, was er tags zuvor im Qualifying aufgegleist hatte. Mit der Eroberung der Pole-Position und vor allem dem klaren Vorsprung auf die Konkurrenz sandte er bereits ein deutliches Signal, dass er nach den ersten Plätzen in den Jahren 2011 bis 2013 in einem Auto von Red Bull nun auch in Diensten von Ferrari auf dem Marina Bay Street Circuit zum Siegen befähigt sein würde – ungesehen der aktuellen Dominanz des Teams Mercedes.“

Tagesanzeiger: „Vettel und der Mann beim Sonntagsspaziergang. Der deutsche Formel-1-Pilot hat beim Sieg in Singapur eine seltsame Begegnung.

„Neue Zürcher Zeitung“: „Vettel zündet das rote Feuerwerk. Der Ferrari-Fahrer gewinnt seinen 42. Grand Prix – und zieht damit an Senna vorbei.“

Italien:

„La Gazetta dello Sport“: „Die Perfektion. Es gibt keine anderen Worte, um Vettel und Ferrari in der heißen Nacht von Singapur zu beschreiben. Seb hätte das Rennen schon drei Runden, bevor er sein magisches Fingerchen in den Himmel hob, gewinnen müssen. Jedes Mal, wenn er es schaffte, den Red Bull von Ricciardo aus den Rückspiegeln zu schieben, kam ein Safety Car und annullierte die Flucht.“

„La Stampa“: „Jetzt träumt Ferrari von der unmöglichen Aufholjagd. Er heißt Sebastian Vettel, fährt Ferrari und ist der einzige Pilot, der dieses Jahr Mercedes geschlagen hat. Gestern gelang es ihm zum dritten Mal, in der Nacht von Singapur.

Spanien:

„El Mundo“: „Unbeugsamer Vettel. Er beherrscht das Rennen und verkürzt den Abstand zu Hamilton.“

„La Vanguardia“: „Vettel verdrängt den Mythos Senna.“

„El Pais“: „Herr und Beherrscher in Singapur. Dritter Saisonsieg für Vettel an einem schwarzen Tag für WM-Spitzenreiter Hamilton.“

„Mundo Deportivo“: „Vettel ist in Singapur das perfekte Rennen gefahren. Pole, Spitzenreiter vom Anfang bis zum Ende und Sieg. Er hat sich sicher an seine Red-Bull-Zeiten erinnert.“

Großbritannien:

„The Independent“: „Sebastian Vettel hat gestern alle daran erinnert, warum er vier Weltmeisterschaften gewonnen hat.“

„The Times“: „Es wäre kleinlich, nicht zuzugeben, dass der viermalige Weltmeister in zwingender Bestform war.“

„The Daily Telegraph“: „Dieses Wochenende hat Leben in eine Meisterschaft gebracht, deren Ergebnis festzustehen schien.“

pixel