bianchi2
 

„Ich werde dich vermissen, Bruder“ – Reaktionen auf Jules Bianchis Tod

Fans, Kollegen, Weggefährten und Motorsportgrößen aus aller Welt trauern um Jules Bianchi, der in der Nacht auf Samstag den Folgen seines Unfalls vor 9 Monaten erlegen ist.

18.07.2015 Online Redaktion
Heute in den frühen Morgenstunden gab Jules Bianchis Familie via Facebook-Meldung bekannt, dass ihr Sohn 9 Monate nach seinem schweren Unfall beim Grand Prix von Japan verstorben ist. Bianchi erlag in der Nacht auf Samstag den schweren Kopfverletzungen, die er beim Zusammenprall mit einem Bergungskran auf regennasser Fahrbahn in Suzuka erlitten hatte.

Beileidsbekundungen aus aller Welt

Nicht nur seine Familie und Freunde zeigen sich von Jules Bianchis Tod schwer betroffen. Fans, Kollegen und Weggefährten machten im Laufe des Tages ihre Betroffenheit über den Verlust der Bianchis öffentlich. Auch Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande sprach der Familie sein Beileid aus: „Der französische Sport verliert mit ihm eine seiner großen Hoffnungen. Meine Gedanken sind bei seinen Eltern, seiner Familie und seinen Freunden.“

Reaktionen auf den Tod von Jules Bianchi:

Manor (Nachfolgeteam von Bianchis letztem Rennstall Marussia): „Wir sind am Boden zerstört, Jules nach so einem harten Kampf zu verlieren. Es war ein Privileg, dass er für unser Team gefahren ist.“

Max Chilton (Bianchis letzter Teamkollege): „Worte können nicht beschreiben, was seine Familie und der Sport verloren haben. Ich kann nur sagen, dass es eine Freude war, dich gekannt und mit dir Rennen gefahren zu haben.“

Alain Prost (Formel-1-Legende):

(Wir werden immer an Jules denken. Unsere liebevollen Gedanken sind bei der ganzen Familie und den Freunden.)

Jenson Button (McLaren):

 

(In der vergangenen Nacht haben wir einen wahrlich tollen Menschen und einen echten Kämpfer verloren.)

Romain Grosjean (Lotus):

(Gestern haben wir einen der besten Menschen und besten Fahrer, die ich jemals getroffen habe, verloren. Ich werde dich so sehr vermissen, mein Freund….)

Scuderia Ferrari:

 

(Ciao Jules, du wirst für immer in den Herzen von Ferrari sein.)

Jean Alesi (Ex-Formel-1-Fahrer):

„Das ist eine schreckliche Neuigkeit. Jules war die Hoffnung des französischen Rennsports. Ich gehöre noch zur alten Generation, die den Unfall von Senna erlebt hat. So etwas hätte man sich heutzutage nicht vorstellen können. Nach all den Anstrengungen, die Sicherheit zu steigern, aber so etwas kann immer passieren.“

GP-Fahrervereinigung GPDA:

„Ruhe in Frieden, Jules. Nach einem tragischen Unfall und einem langen Kampf hast Du uns verlassen. Aber wir werden Dich nie vergessen. Wie könnten wir auch …“

Weltautomobilverband FIA:

 

„Die Welt des Motorsports trauert heute. Der Sport hat einen der talentiertesten Fahrer dieser Generation verloren.“

Jean Todt (FIA-Präsident):

„Die Motorsport-Gemeinschaft bietet den Hinterbliebenen ihre aufrichtigste Unterstützung während dieses schrecklichen Martyriums.“

Nicolas Todt (Bianchis Manager):

„Du warst der kleine Bruder, von dem ich immer geträumt habe. Die letzten zehn Jahre mit dir geteilt zu haben, war ein außerordentliches Privileg. Ich werde dich vermissen.“

Lewis Hamilton (Mercedes):

(Ein trauriger, trauriger Tag heute. Bitte betet für die Lieben von Jules. RIP Jules.)

Fernando Alonso (McLaren):

 

(Freund, Gefährte, Talent, Lächeln. Für immer. Ruhe in Frieden, Jules. Du bist für immer mit uns.)

Daniel Ricciardo (Red Bull):

„Ich werde dich und die guten Zeiten, die wir hatten, niemals vergessen. Ich werde dich vermissen, Bruder.“

Nico Rosberg (Mercedes):

„Sehr traurig zu hören, dass Jules Bianchi verstorben ist. Meine Gedanken sind bei Jules und seiner Familie.“

Mehr zum Thema
  • EinfachIch

    In Zeiten des Gutmenschen-Terrors muß man natürlich – gleichgültig, ob man ihn kannte, schätzte oder sonstwas – so reagieren!

    Das ist die Verlogenheit der Jetztzeit!

    Und was passiet im Irak, wo die „guten“ US-Verbrecher den Saddam Hussein ermordet haben? Jeden Tag seitdem hunderte Tote! Liest man irgendwo in irgendeiner Schei….Zeitschrift/-Zeitung irgendetwas von Betroffenheit?

    Oder in Libyen, wo es dank des Mordens der US-Verbrecher nun hunderte Tote jeden Tag gibt?

    Oder in Syrien – ebenfalls ausgelöst durch die US-Verbrecher? Über die Flüchtlinge und deren Schicksale dank der US-Verbrecher?

    Nein! Nichts!

    Aber Herr Bianchi löst Reaktionen aus! Weil das heute so vorgeschrieben ist – (während das gegen die US-Verbrecher offenbar verboten ist!). Und prompt wird es sogar in der Autorevue abgedruckt. Weil die ja mittlerweile auch zu dem Apparat gehört.
    Was für Zeiten…. Zum Kotzen!

    • s,kultura

      grundsätzlich nicht ganz falsch, aber das eine hat mit dem anderen null zu tun!

      die autorevue ist – da werdens mir sicher zustimmen – keine politisch orientierte alltagsweltliche tageszeitung … sondern eine klassische automobilzeitschrift, die sich (logischerweise) auch mit themen aus dem bereich motorsport auseinandersetzt, früher noch mehr als heute. als f1-fan seit über 20 jahren und jemand, der die karriere von bianchi verfolgt hat, trifft mich das trotzdem, auch wenn ich ihn nicht kannte. und keiner seiner freunde, weggefährten posted dazu aus irgendeinem diktat des „gutmenschen-terrors“ heraus.

      der betroffenheit bei anschlägen, von der sie sich hier mehr wünschen, kann man da genausogut als heuchelei bezeichnen … wobei selbst dort einzelschicksale mehr schockieren … es ist jedoch sicher nicht die aufgabe einer automobilzeitschrift, über solche dinge zu berichten.

    • oeia

      Wer ist da der Gutmensch du Vollpfosten?!

pixel