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Lichtgestalt Hamilton
 

Hamilton dominiert Hungaroring

Im Osten nichts Neues: Lewis Hamilton war in beiden freien Trainings am Freitag der Schnellste in Ungarn.

25.07.2014 APA

Auch heuer dominierte Lewis Hamilton zumindest die ersten beiden Trainings am Hungaroring. Der Brite erzielte am Freitag Bestzeit vor dem Grand Prix von Ungarn am Sonntag. Sollte Hamilton diesen nach 2007, 2009, 2012 und 2013 zum bereits fünften Mal gewinnen, wäre er alleiniger Rekordsieger. Aktuell hält Hamilton so wie Rekordweltmeister Michael Schumacher bei vier Ungarn-Triumphen.

Rosberg jeweils knapp überrundet

Hamilton fuhr in beiden Freitag-Sessions Bestzeit. Jeweils rund zwei Zehntel vor seinem deutschen Teamkollegen Nico Rosberg, der in der WM-Wertung mit 14 Punkten Vorsprung auf Hamilton ins elfte der 19 Saisonrennen geht. Die Hoffnung von Weltmeister Sebastian Vettel, dass man auf dem kurvenreichen Kurs vorne mitmischen könne, bestätigte sich zumindest am Freitag. Der deutsche Vierfachchampion fuhr die drittschnellste Zeit des Tages.

Vettel gut, aber wohl nicht gut genug

Die Chancen auf Vettels ersten Saisonsieg, der gleichzeitig sein erster in Ungarn wäre, scheinen allerdings gering zu sein. Denn der Rückstand auf die Silberpfeile, die neun der bisher zehn Saisonrennen gewannen, betrug mehr als eine halbe Sekunde. „Dieser Kurs ist traditionell, ‚old school‘ und kommt offenbar meinem kampfbetonten Fahrstil sehr entgegen“, meinte Hamilton, Weltmeister 2008, über seine Liebe zum Hungaroring.

Hamilton vor Ungarn-Rekord

Das Thema Rekordsiege in Ungarn spielt der 29-Jährige herunter. „Ich bin nicht hier, um Michaels Rekord zu brechen. Ich kann mich glücklich fühlen, dass mein Name hier im gleichen Satz wie der einer solchen Legende genannt wird.“ Etwas sensibel reagiert Hamilton derzeit auf das Thema Bremsen. Ein Problem mit den Bremsen hatte ihn vergangene Woche in Deutschland im Qualifying weit zurückgeworfen, im Rennen hatte er sich dann vom 20. auf den dritten Platz vorgekämpft. In Ungarn fragte Hamilton gegen Ende des Freitagtrainings via Funk etwas besorgt nach, dass etwas mit seinen Vorderbremsen nicht in Ordnung sei.

Rosberg in Ungarn bisher glücklos

Teamrivale Rosberg wartet in Ungarn noch auf sein erstes Top-Drei-Ergebnis. Auch in Ungarn vertraut der 29-Jährige auf seinen Glückshelm von Hockenheim, den die vier Weltmeister-Sterne der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zieren. Zudem schwor Rosberg seine Crew von Mechanikern und Ingenieuren bei einem gemeinsamen Grillabend auf die letzte Aufgabe vor der rund einmonatigen Sommerpause ein.

57 Grad Asphalttemperatur in der Puszta

Bei der traditionellen Hitzeschlacht in der ungarischen Puszta war es in der Vergangenheit schon deutlich heißer gewesen. Heiß genug ist es aber auch 2014, im Laufe des Trainings am Freitagnachmittag kletterte die Asphalttemperatur auf 57 Grad. Am Samstag geht es nach dem dritten Freien Training um 11.00 Uhr ab 14.00 Uhr im Qualifying um die Pole Position, der vor allem in Ungarn enorm hohe Bedeutung zukommt.

Entflammtter Marussia rasch gelöscht

So hat etwa Hamilton in den vergangenen beiden Jahren jeweils von Startposition eins aus den Grand Prix für sich entschieden. Kurze Aufregung hatte es im Vormittagstraining in der Boxengasse gegeben. Der Marussia-Bolide des Briten Max Chilton fing Feuer, die Flammen wurden aber rasch gelöscht.

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