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„Hamilton besiegt Vettel mit platten Reifen“

Lewis Hamilton brachte Ferrari beim Grand Prix von Italien mit zu geringem Reifendruck um den Sieg – so kommentiert die internationale Presse das Rennen in Monza

07.09.2015 Online Redaktion
Zweieinhalb Stunden nach dem Ende des Formel 1-Grand Prix von Italien musste Lewis Hamilton um seinen ersten Platz bangen. Einige Teams hatten die Disqualifikation des Siegers gefordert, da dieser mit zu geringem Reifendruck unterwegs gewesen ist – was prinzipiell als Wettbewerbsvorteil gewertet wird. Noch am Sonntag Nachmittag entschied der Formel 1-Weltverband allerdings, dass der Mercedes-Pilot keine Strafe dafür bekommt.

FIA entscheidet gegen eine Strafe

Die Entscheidung der FIA-Stewards wurde damit begründet, dass die Reifen-Heizdecken am linken Hinterrad von Hamiltons Mercedes zum Messzeitpunkt nicht unter Strom standen, weshalb bei ihm der Reifendruck etwas niedriger war als bei der Konkurrenz. In Zukunft solle es aber zwischen Reifenhersteller Pirelli und der FIA Gespräche geben, die eine eine klarere Regelung der Mess-Protokolle zulasse, hieß es.

Ferrari hält sich bedeckt

Bei Ferrari wollte man die Sache nicht groß kommentieren. „Ich kann nur sagen, dass unsere Autos legal waren“, sagte Teamchef Maurizio Arrivabene nach dem Rennen, obwohl ein Ausschluss Hamiltons den ersten Ferrari-Heimsieg seit 2010 bedeutet hätte. Der zweitplatzierte Sebastian Vettel wäre über einen „geschenkten“ Sieg aber ohnehin nicht besonders erbaut gewesen. „Das Podium ist so geschehen, wie wir eingelaufen sind. Deswegen nehme ich den zweiten Platz mit. Am Ende wären es um einige Punkte mehr oder weniger, es ändert aber unterm Strich nicht so viel“, gab sich der Ferrari-Pilot diplomatisch.

Rosberg out, Massa 3.

Der zweite Mercedes-Pilot Nico Rosberg schied zwei Runden vor Schluss mit einem Motorschaden aus. Auf Platz 3 fuhr in Monza der brasilianische Williams-Pilot Felipe Massa.

Das sagt die internationale Presse zum Formel 1-Grand Prix von Italien am Sonntag in Monza:

Pressestimmen aus Italien:

„Gazzetta dello Sport“: „Immer wieder Lewis…auch unter Druck. Hamilton dominiert, Vettel genießt Monza. Ein wunderschönes rotes Meer hat versucht, Vettel und Ferrari auf jede Art und Weise zu unterstützen in der Hoffnung, dass Mercedes so verwundbar sein könnte, wie es am Samstag schien, als Rosberg Motorenprobleme hatte. Aber so war es nicht. Mercedes ist mit einem perfekten Hamilton sofort zum Angriff übergangen und hat jede Illusion zerstört.“

„Corriere dello Sport“: „Krimi in Monza: Hamilton König der Reifen. Lewis gewinnt mit einem zu niedrigen Reifendruck. Die FIA-Untersuchung entlastet ihn. Die Formel 1 braucht zweieinhalb Stunden, um ein Problem zu lösen, das der Mechaniker um die Ecke in zwei Sekunden beheben würde: Ein platter Reifen.“

„Tuttosport“: „Hamilton-Show im Krimi um die Reifen. Mercedes respektiert das Abkommen mit Pirelli nicht, wird aber auch nicht bestraft. Lewis besiegt Vettel mit platten Reifen.“

Pressestimmen aus Deutschland:

„Bild“: „Rosberg – Löst sich hier der WM-Titel in Rauch auf? Motor brennt, Punkte weg, Hamilton triumphiert.“

„Frankfurter Rundschau“: „Hamilton macht alle platt.“

„Hamburger Abendblatt“: „Hamilton verdirbt Vettel den Traum vom ‚Heimsieg‘ in Monza.“

„Die Welt“: „Weltmeister Hamilton auf dem Weg zur Titelverteidigung.“

„Stuttgarter Zeitung“: „Hamilton siegt – und der Titel rückt näher.“

„Süddeutsche Zeitung“: „Probleme mit dem Druck. Das Reifen-Thema überlagert auch den Großen Preis von Italien in Monza: Lewis Hamilton gewinnt zwar vor Sebastian Vettel – und diesmal platzen auch keine Pneus. Aber weil bei Hamiltons Rennwagen ein Hinterrad nicht vorschriftsgemäß aufgepumpt ist, wird ermittelt.“

Pressestimmen aus der Schweiz:

„Berner Zeitung“: „Zu wenig Druck. Dem GP von Italien fehlte die Spannung, zu schnell fuhr Lewis Hamilton. Ungemach drohte dem Briten nur wegen seiner Reifen.“

„Blick“: „Hamilton siegt … und zittert. Rosbergs Motor und WM-Traum geplatzt.“

„Neue Zürcher Zeitung“: „Lewis Hamilton ist im Moment unschlagbar.“

„Tagesanzeiger“: „Lewis Hamiltons souveräner Zittersieg.“

Pressestimmen aus Spanien:

„El Pais“: „Obwohl Hamilton praktisch als Sieger feststand, musste er in den letzten Runden auf Anweisung seines Rennstalls Tempo machen, ohne zu wissen warum. Die Mercedes-Verantwortlichen fürchteten eine mögliche Zeitstrafe und wollten, dass der Brite einen möglichst großen Vorsprung herausfuhr. Dies erwies sich später jedoch als unnötig.“

„El Periodico“: „Hamilton ist nach seinem Sieg in Monza auf dem Weg zu seinem dritten Weltmeistertitel.“

„Marca“: „Lewis Hamilton fährt ohne Widerstand zu seinem siebenten Saisonsieg. Er steht mit mehr als einem Bein auf dem Podest des Weltmeisters 2015. Sein Teamkamerad Nico Rosberg geht als Titelrivale praktisch k.o.“

„As“: „Hamilton fährt mit einer Hand am Lenkrad lächelnd zum Sieg. Während er seine Runden dreht, kann er sich sogar die Bäume im Park von Monza anschauen.“

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