Nachspiel wegen Hahnenkamm-Ausflug von Red Bull

Die Aktion von Red Bull, das F1-Weltmeisterauto von Sebastian Vettel, auf den Hahnenkamm zu befördern war spektakulär, aber illegal. Jetzt droht eine Verwaltungsstrafe.

20.01.2016 APA

Kein Zweifel, die in Sachen Vermarktung verantwortlichen Köpfe bei Red Bull sind ausgefuchste Strategen. Da wird schon mal der Weltmeister-Bolide von Sebastian Vettel auf den Hahnenkamm in Kitzbühel befördert und der Jungstar Max Verstappen sorgt für viel Lärm im Schnee und offene Münder bei den anwesenden Wintersportlern. Bloß die zuständige Behörde wusste scheinbar von nichts und leitete daher ein Verwaltungsstrafverfahren ein.

Keine Bewilligung der Behörde

Michael Berger, seines Zeichens Bezirkshauptmann von Kitzbühel, bestätigt dies der APA und damit einen Bericht der Tiroler Tageszeitung. Laut der Behörde lag nämlich keine Bewilligung für das Spektakel vor.

max-verstappen-f1-kitzbühel-hahnenkamm  (5)
© Bild: Red Bull

Naturschutzrechtlich genehmigungspflichtig

Der Show-Run wäre naturschutzrechtlich genehmigungspflichtig gewesen, erklärte Berger. Ein diesbezüglicher Antrag sei von Red Bull aber nie gestellt worden. „In diesem Fall hätte ein Antrag aber auch nicht mehr viel gebracht, weil wir erst kurz vor der Aktion davon erfahren haben“, so der Bezirkshauptmann. Die Behörde habe aber eine naturfachkundliche Stellungnahme eingeholt, die ergeben habe, dass der Show-Run genehmigungsfähig gewesen wäre.

max-verstappen-f1-kitzbühel-hahnenkamm (2)
© Bild: YouTube

Höchststrafe liegt bei 30.000 Euro

Im Verwaltungsstrafverfahren könne nun Red Bull seine Sicht der Dinge darlegen. Die Höchststrafe für ein derartiges Vergehen liege bei 30.000 Euro, meinte Berger. Da aber ein Genehmigungsantrag wahrscheinlich einen positiven Bescheid erhalten hätte, könnte die Strafe auch dementsprechend milde ausfallen.

pixel