Großer Preis von Russland gefährdet

Drei Monate vor dem Großen Preis von Russland in Sotschi kommt ein finanzieller Hilferuf aus der Region Krasnodar. 64 Millionen Euro fehlen.

16.07.2015 APA

Noch befindet sich der Große Preis von Russland im Formel-1-Rennkalender 2015. In seinem erst zweiten Jahr vermeldet der Veranstalter bereits Geldprobleme, Konkret fehlt ein Kredit in höhe von 4 Milliarden Rubel (64 Millionen Euro). Diese Summe benötigt die Region Krasnodar um den WM-Lauf zu organisieren, wie russische Medien und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Donnerstag berichteten.

Ohne Kredit keinen GP Russland

Wegen der schweren Wirtschaftskrise in Russland sind die Finanzen knapp. Das Rennen ist am 11. Oktober an der Schwarzmeerküste geplant. 20.000 Tickets seien bisher verkauft, heißt es bei den Organisatoren. „Wenn es keinen Kredit gibt, wird es keine Formel 1 geben“, sagte der Interimsgouverneur des Gebietes Krasnodar, Weniamin Kondratjew. Nach den ersten russischen Olympischen Winterspielen im vergangenen Jahr feierte Sotschi im Herbst auch Premiere als Gastgeber für die Formel 1.

Schulen und Krankenhäuser fehlt es an Geld

Kommunalpolitiker hatten zuletzt beklagt, dass in Sotschi das Geld an allen Ecken und Enden fehle – und etwa Schulen und Krankenhäuser nicht fertiggebaut werden könnten. Deshalb sei das Sportereignis nur aus dem Regierungshaushalt zu finanzieren, heißt es. „Unsere regionalen Gelder werden wir für die Formel 1 nicht ausgeben“, sagte Kondratjew. Russland ist auch Gastgeber der nächsten Fußball-WM 2018.

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