Airpower 2011 in Zeltweg
Der Militärflughafen Zeltweg wird für das Grand Prix Wochenende für die zivile Luftfahrt geöffnet.
 

Formel 1: Ausnahmeregelung für Zeltweg

Das Verteidigungsministerium öffnet für den Grand Prix von Österreich temporär den Militärflughafen in Zeltweg.

23.05.2014 APA

Das Verteidigungsministerium macht aufgrund „der außerordentlichen Bedeutung“ des Gran Prix von Österreichs eine „Ausnahme“ und öffnet seinen Militärflughafen Zeltweg für die zivile Luftfahrt.

Zeitlich befristete Öffnung

Die Betreiber der Veranstaltung haben das Ministerium ersucht, den Militärflughafen für eine zeitlich befristete Dauer zu öffnen. Das Bundesheer wird für die Dauer der Veranstaltungsvorbereitung und Nachbereitung von 16. bis 23. Juni den Militärflughafen zur Mitbenützung freigeben, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Sowohl der zivile Zugang als auch die Aufenthaltsbereiche würden nach militärischen Sicherheitserfordernissen geregelt und kontrolliert. Der militärische Flugbetrieb habe im Bedarfsfall „Vorrang gegenüber zivilen Erfordernissen“.

Einnahmen werden der Republik Österreich gutgeschrieben

Das Bundesheer betonte außerdem, dass die Öffnung des Flughafens „unter vollem Kostenersatz der Nutzer“ erfolge. Die Einnahmen werden der Republik Österreich gutgeschrieben – wie hoch diese sein werden, hänge von der Anzahl der Flugzeuge und der in Anspruch genommenen Leistungen des Bundesheeres ab. Dementsprechend konnte man noch keine Zahlen nennen.

Keine Premiere

Eine Premiere ist die Öffnung des Militärflughafens Zeltweg freilich nicht: Er wurde laut Angaben des Ministeriums bereits für Motorsportgroßveranstaltungen in der Steiermark – wie etwa für die früheren Formel-1-Rennen seit den 1970er-Jahren – zur Mitbenutzung gegen Kostenverrechnung freigegeben. Dennoch stelle die Mitbenutzung des Flughafens nach wie vor eine Ausnahme dar.

Mehr zum Thema
  • Ravenbird

    Gut daß es gemacht wird.
    Aber leider ist es so, daß ALLE finanziellen Vorteile vom Tun der Armee nicht an die Armee geht, sondern an die Versager im Parlament.
    Der österreichische Steuerzahler hat sich Milliarden an Kosten nach Umweltschäden gespart, Zeltweg alleine bringt einige Millionen (Landegebühren zählen zu den höchsten Ausgaben in der zivilen Luftfahrt) und unsere Soldaten gehen mit dem Spaten in der Hand im Regen zum Windschutzgürtel sch…, weil die Häusel und die Sanitäreinrichtungen zum Teil Weltkriegs I – Standard haben.
    Das ist nicht Klug!

pixel