Formel 1 Großer Preis von Italien in Monza
Endstand 2013: Vettel vor Alonso und Webber
 

Am Wochenende mit 360 km/h in Monza unterwegs

Der Große Preis von Italien in Monza – eine echte Hochgeschwindigkeitsstrecke

03.09.2014 APA

Die Rennstrecke von Monza hat es nicht leicht. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone poltert seit Jahren gegen die Traditions-Strecke bei Mailand, jedoch die Fahrer lieben Monza. Denn die Traditions-Strecke im Königlichen Park nördlich von Mailand ist der „Hochgeschwindigkeits-Tempel“ der Formel 1. Das, die Tradition und vor allem die vielen echten Motorsport-Fans sorgen für einzigartiges Flair. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hatte dafür nur ein Wort: „Bellissimo!“

Weit über 300 km/h

Das Autodromo Nazionale di Monza ist die letzte echte Hochgeschwindigkeitsstrecke im Grand-Prix-Kalender. „Es gibt nur wenige Strecken, auf denen wir den achten Gang einsetzen. Aber Monza gehört definitiv dazu“, sagte Hamiltons Teamkollege Nico Rosberg. Die Rennfahrer beschleunigen in vier Bereichen der 5,793 Kilometer langen Piste auf weit über 300 Stundenkilometer und können auf drei Vierteln einer Runde Vollgas geben.

Geschwindigkeitsrekord liegt bei 369,9 km/h

Hamilton rechnet damit, auf der Start-Ziel-Geraden „mit den neuen Hybrid Power Units bis zu 360 km/h“ schnell zu sein. Antonio Pizzonias Geschwindigkeitsrekord ist aber nicht in Gefahr: Der Brasilianer kam 2004 im Williams-BMW auf 369,9 km/h.

Extreme Belastung für Bremsen und Reifen

Bremsen und Reifen werden auf der Park-Piste extrem belastet. Vor allem in den schnellen Kurven wie Parabolica oder Curva Grande. „Es ist extrem schwierig, in Monza eine perfekte Runde hinzubekommen, weil es beinahe unmöglich ist, jede Kurve und jede Schikane so zu treffen, wie du das willst“, wies Weltmeister Sebastan Vettel auf die besonderen Herausforderungen hin.

Die Parabolica wurde entschärft

Die Auslaufzone der berühmt-berüchtigten Rechtskurve, in der Graf Berghe von Trips und Jochen Rindt tödlich verunglückt sind, wurde zum Teil asphaltiert. Damit haben die Piloten etwas mehr Raum für Fehler.

Der schwierigste Streckenteil für Rosberg

Laut Rosberg ist aber die erste Schikane der schwierigste Streckenteil: „Dort finden wir eine starke Bremszone vor. Darauf folgt eine sehr enge Kurvensequenz. Erst geht es rechts und dann sofort wieder scharf nach links“, beschrieb der Deutsche. „Von außen mag das nicht besonders schwierig aussehen, aber wenn man seinen Bremspunkt nicht zu 100 Prozent trifft, kann man hier sehr viel Zeit verlieren.“

Wichtigste Rekorde in Monza

Michael Schumacher hält auch in Monza die wichtigsten Rekorde. Der siebenfache Weltmeister triumphierte beim Großen Preis von Italien mit Ferrari fünf Mal. Zudem stand er dort fünf Mal auf der Pole-Position, was auch Juan Manuel Fangio in den 1950er-Jahren gelang. Vettel schrieb 2008 im Alter von 21 Jahren und 73 Tagen im Königlichen Park als jüngster Grand-Prix-Gewinner Geschichte. 2011 und 2013 siegte er hier im Red Bull erneut.

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