Nico Rosberg beim Training in Monaco
Das Duell der Silberpfeile sorgt für Spannung.
 

Grand Prix Monaco: Stallduell bei Mercedes

Nico Rosberg liegt in der WM 3 Punkte hinter seinem Teamkollegen Lewis Hamilton, in Monaco will der Deutsche wieder auf Platz eins.

22.05.2014 APA

Von den vier Siegen in Folge seines Teamkollegens zeigt sich Nico Rosberg unbeeindruckt, dabei führt Lewis Hamilton die Weltmeisterschaft an und scheint derzeit das Maß der Dinge zu sein. „Lewis hatte zuletzt einen Ergebnis-Rhythmus, aber es ist alles sehr eng. Mir fehlen nur Kleinigkeiten, um das zu drehen. Ich versuche, damit in Monaco zu beginnen“, erklärte Rosberg vor dem Formel-1-GP am Sonntag.

Dominanz der Silberpfeile

Kriegserklärungen hören sich anders an. Aber schon vor dem sechsten Saisonrennen ist klar, dass angesichts der bisher so eklatanten Überlegenheit der äußerst gelungenen Turbo-Silberpfeile der Weltmeister 2014 nur Hamilton oder Rosberg heißen kann. Nach vier Siegen in Folge führt Hamilton mit 100 Punkten vor Rosberg (97), Sebastian Vettel ist nach vier Weltmeistertiteln in Folge derzeit mit 45 Zählern nur auf Platz vier zu finden. Selbst Ferrari-Ass Fernando Alonso (49) liegt noch vor ihm.

Rosberg hält sich zurück

Noch lässt man bei Mercedes beiden Fahrern frei Fahrt. Öffentlich anecken will deshalb derzeit auch noch keiner der beiden Piloten. Rosberg ging am Mittwoch bei der Fahrer-Pressekonferenz auch nicht darauf ein, dass Hamilton nach seinem vierten Sieg in Folge unlängst gemeint hatte, er müsse seinen Teamkollegen eigentlich klarer dominieren als zuletzt in Barcelona.

„Das habe ich selbst nicht gehört, also werde ich es nicht kommentieren“, ließ sich der Wahl-Monegasse Rosberg zu keiner spitzen Bemerkung hinreißen. Der Weltmeister-Sohn, zuletzt jedes Mal Zweiter hinter Hamilton, ergänzte: „Natürlich wäre ich lieber vorne als hinten. Aber die Saison ist noch lange.“

Rosberg hofft auf trockene Strecke

Als Vorjahressieger ist bei Rosberg das Siegergefühl noch am frischesten, denn der einzige Hamilton-Erfolg in Monaco (2008) ist schon sechs Jahre her. „Es ist einfach das Rennen, das du gewinnen willst“, machte auch Rosberg klar, worum es auf dem Straßenkurs im Fürstentum an der Cote d’Azur geht. Vor allem schon am Samstag im Qualifying. Auch da hatte zuletzt aber Hamilton die Nase klar vorne. „Drei Mal hat es aber geregnet. Im Trockenen steht es 1:1“, korrigierte Rosberg.

Konkurrenz sieht ihre Chance

Die bisher von Mercedes deklassierten Hauptkonkurrenten Red Bull und Ferrari machen sich zumindest hinter vorgehaltener Hand Hoffnung, auf dem kurvigen und langsamen Stadtkurs Mercedes fordern zu können. „Hier ist oft der Fahrer wichtiger als das Auto“, glaubt Alonso und Weltmeister Vettel hofft: „Hier können wir sicher näher dran sein.“

Vettel vor seinem 100. Grand Prix

Nach seinen vier dominanten Saisonen fürchtet der Titelverteidiger trotz des riesigen Rückschlages in diesem Jahr – noch – keine Motivationsprobleme. „Ich habe nur keine Lust, Zweiter zu werden“, erklärte der bisher chancenlose Titelverteidiger vor seinem 100. Grand Prix. Vettel wird bereits wieder mit Ferrari in Verbindung gebracht.

Monaco wird zum Eiertanz

Auch der Deutsche weiß, dass in Monaco bereits am Samstag der halbe Job gemacht wird. Vettel gab sich aber zumindest bedingt zuversichtlich. „Wir haben zuletzt ein Problem gelöst“. Sorgenfrei sei man bei Red Bull aber bei weitem noch nicht. „Wir können sicher noch nicht sagen, es läuft alles rund und perfekt.“ Mit den neuen Turbo-Autos in Monaco zu fahren könne laut Vettel ein „Eiertanz“ werden. „Es wird mit Sicherheit anders.“

Ricciardo übt den Ernstfall

Sein Neo-Teamkollege Daniel Ricciardo hat weit weniger Druck und setzt sich sogar mit einem Siegesszenario auseinander. „Ich kann zwar keinen Salto. Aber wenn ich gewinne, finde ich sicher etwas an dem ich hochklettern und runterspringen kann“, sagte der stets gut gelaunte Australier. Siegreiche Red-Bull-Piloten hüpfen in Monaco traditionell in den Pool der im Hafen schwimmenden Energy Station.

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