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Die Besonderheiten des Grand Prix in Baku

Der Große Preis von Europa feiert seine Premiere in Aserbaidschan. Und noch gibt es einige offene Fragen. Monaco sei sicherer. Die Boxeneinfahrt ist zu schnell. Die Auslaufzonen sind zu knapp.

16.06.2016 APA

Der Große Preis von Europa 2016 weiß noch vor seinem Start zu polarisieren. Kritische Kommentare gibt es nicht nur aufgrund des Austragungsortes Baku in Aserbaidschan. Auch die Strecke selbst, der Baku City Circuit, ist einiger Kritik ausgesetzt. Mehrere Piloten haben in Baku vor dem ersten Training Bedenken wegen fehlender oder zu kleiner Auslaufzonen sowie der schnellen Boxeneinfahrt auf der neuen Rennstrecke geäußert. Neben WM-Leader Nico Rosberg macht sich auch McLaren-Pilot Jenson Button Sorgen, dass es dadurch zu Problemen kommen könnte.

Ricciardo warnt vor Kurve acht

„Zwei oder drei Auslaufzonen gefallen mir gar nicht“, sagte etwa Rosberg. Er vertraue zwar den Entscheidungen der FIA, habe aber auch so seine Zweifel, betonte der deutsche Mercedes-Pilot nach der Besichtigung am Donnerstag. „Es gibt viele interessante Stellen hier. Bei Kurve acht kommen wir sicher ganz nahe an die Mauer“, warnte auch Daniel Ricciardo von Red Bull.

Eine Runde auf dem Baku City Circuit

Button spricht von Rückschritt

GPDA-Direktor Button sprach hinsichtlich Sicherheit von einem Rückschritt in einigen Bereichen. „Selbst in Monaco haben wir mehr Auslaufzonen. Aber Baku ist viel schneller“, warnte der Brite. Rosberg wollte sogar konkret Unfälle nicht ausschließen.

Spezielle Boxeneinfahrt

Stirnrunzeln erzeugte vor allem die gewundene Boxeneinfahrt, die mit vollem Tempo genommen wird. Ricciardo blieb diesbezüglich aber vorerst gefasst. „Das wird cool. Bei einer Boxeneinfahrt kann man immer Zeit gewinnen und verlieren. Hier ist locker eine halbe, wenn nicht sogar eine ganze Sekunde drin“, meinte der Australier.

Vettel nimmt’s gelassen

Auch Vettel argumentierte in diese Richtung. „Baku wird sicher eine Herausforderung. Aber deshalb sind wir ja hier.“ Zur Kritik an den knappen Auslaufzonen meine der deutsche Ferrari-Star: „Ich habe vor, auf der Strecke zu bleiben.“

Besonderheit des „mobilen“ Asphalts

Bedenken gibt es in Baku auch wegen des „mobilen“ Asphalts, mit dem rund um den Altstadtkern stellenweise Kopfsteinpflaster überbaut wurde. Befürchtet wird, dass diese sensible und stark belastete Konstruktion nicht das ganze Wochenende halten könnte.

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