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Aufbauarbeiten am Spielbergring.
 

GP2 in Österreich: Rene Binder Lokalmatador

Mit dem Tiroler Rene Binder kämpft in der GP2-Klasse ein Österreicher in Spielberg um Punkte – F1 und GP3 ohne österreichischen Piloten

19.06.2014 APA

Wenn schon nicht in der Formel 1, dann stellt Österreich am Wochenende in Spielberg zumindest in der offiziellen Nachwuchsserie GP2 einen Lokalmatador. Der Tiroler Rene Binder kämpft im Hauptrennen am Samstag (15.40 Uhr) und im Sprint am Sonntag (10.35) um weitere Punkte. Bisher hat der 22-Jährige nur beim Auftakt in Bahrain angeschrieben.

Binder hofft auf gutes Qualifying

„Im eigenen Land vor so einer Kulisse zu fahren, das ist schon etwas Besonderes“, erklärte Binder. Die Zusatzmotivation soll ihn schon am Freitag (15.55) im Qualifying beflügeln. Dort hatte der Zillertaler bisher die größten Probleme. Seinem Arden-Team fehlt der Speed auf eine Runde. Binder: „Das nervt schon ein bisschen. Ohne gutes Qualifying kannst du nie ganz vorne sein.“

Binder strebt Platzierung zwischen fünf und zehn an

Für Spielberg hat er sich mit etwas mehr Risiko einen Startplatz in der Nähe der Top Ten zum Ziel gesetzt. „Dann ist im Rennen viel möglich. Eine Platzierung zwischen fünf und zehn wäre gut“, meinte Binder, der in der Meisterschaft nach Nullern in Barcelona und Monaco auf Rang 17 liegt. Punkte gibt es im Hauptrennen für die ersten zehn, die ersten acht starten am Folgetag im Sprint in gestürzter Abfolge aus den ersten vier Reihen.

Vorbereitung im F1-Simulator

Binder hat sich auf dem Formel-1-Simulator von Red Bull in Milton Keynes auf Spielberg vorbereitet, weil Teamchef Christian Horner auch der Arden-Rennstall gehört. „Die Strecke ist auf den ersten Blick einfach, hat aber ihre Tücken“, warnte der Tiroler. „In der GP2 ist alles so eng beisammen, da darfst du dir keine Fehler erlauben.“ Als Favorit gilt der überlegene Meisterschaftsleader Jolyon Palmer aus Großbritannien.

Rallye-Weltmeister Ogier startet beim Porsche Supercup

Spannung verspricht am Sonntag (11.45) im Rahmen des Grand Prix auch das Rennen im Porsche-Supercup. Mit Philipp Eng kommt der Führende der GT-Serie nach zwei Läufen aus Österreich. Mit dem amtierenden Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier bekommt der Salzburger einen prominenten Teamkollegen. Der Franzose absolviert einen Gaststart im schnellsten Markenpokal der Welt.

GP3 wie Formel 1 ohne österreichischen Piloten

„Ich freue mich auf meinen neuen Teamkollegen“, sagte Eng, der für den Rennstall Project 1 antritt. Mit den Steirern Christopher Zöchling, Klaus Bachler und Gaststarter Andreas Mayerl sowie dem Tiroler Clemens Schmid sind zahlreiche weitere Österreicher am Start. Auch heimische Teams sind vertreten. Die GP3 muss dagegen wie die Formel 1 ohne rot-weiß-roten Piloten auskommen.

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