Die Siegerehrung des GP Spanien 2013
Vorjahressieger Alonso gilt als größter Herausforderer.
 

F1-GP Spanien: Alonso vs. Mercedes

Mercedes dominiert derzeit die Formel 1 wie kein anderes Team. Kann der Vorjahressieger diese Dominanz durchbrechen?

08.05.2014 APA

Die Formel 1 gastiert heuer zum ersten Mal in Europa, bei Mercedes läuft es derzeit nach Wunsch, die Konkurrenz hinkt deutlich hinterher. Ausgerechnet Fernando Alonso, der seit seinem Sieg vor einem Jahr in Montmelo bei Barcelona kein Rennen mehr für sich entscheiden konnte, soll die Dominanz der Silberpfeile durchbrechen. Ein runderneuerter Ferrari soll dabei helfen.

Hohes Potential vorhanden

„Wir haben mehr Verbesserungspotenzial als die anderen, weil wir auf einem niedrigeren Level gestartet sind“, erklärte Alonso. Die Formkurve zeigte mit dem neuen Teamchef Marco Mattiacci zuletzt nach oben. Nach Rang drei in China ist der Spanier bereits der erste WM-Verfolger des Mercedes-Duos Nico Rosberg und Lewis Hamilton – wenn auch bereits mit Respektabstand.

Große Herausforderung für die Konkurrenz

Übereuphorisch geht Alonso daher nicht in sein Heimrennen. „Auch die anderen werden nicht ferngesehen haben“, sagte der 32-Jährige über die vergangenen drei Wochen Entwicklungszeit. „Wir wissen, dass der Abstand zur Spitze beträchtlich ist. Wir müssen noch mehr machen als sie, das ist die Herausforderung.“

Vorjahressieg als Motivation

Motiviert hat sich Alonso mit Erinnerungen an seinen überlegenen Triumph im Vorjahr. Den zweiten Heimsieg nach 2006 hatte der Asturier mit einer sensationellen Fahrt von Startplatz fünf aus perfekt gemacht. „Zu Hause fahren … Im vergangenen Jahr hatte ich das Privileg, große Emotionen zu erleben“, schrieb Alonso auf Twitter zu einem Bild, das ihn mit der spanischen Flagge jubelnd auf seinem Ferrari zeigt.

Alonsomania in Barcelona

Der Weltmeister von 2005 und 2006 liebt den Kurs nordöstlich von Barcelona. Bei seinen vergangenen elf Antritten in Montmelo landete Alonso siebenmal auf dem Podest, war bei einem Ausfall nie schlechter als Fünfter. Seine Landsleute glauben auch heuer an ihn. Am Sonntag werden erneut mehr als 90.000 Zuschauer auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya erwartet. „Alonso“-Sprechchöre waren schon am Donnerstag zu hören.

Alonso deutlich vor Räikkönen

Seinen neuen Teamkollegen Kimi Räikkönen hat der Spanier bisher im Griff. In allen vier Rennen landete Alonso vor dem finnischen Ex-Weltmeister, im Qualifying-Duell steht es 3:1. Nur in acht von insgesamt 225 in dieser Saison gefahrenen Rennrunden lag Alonso hinter seinem Stallgefährten.

Alonso für Heim-Grand Prix wenig zuversichtlich

Darauf, dass er bei seinem Heimrennen am Sonntag in Montmelo auf das Podest fahren kann, macht sich Alonso aber keine zu großen Hoffnungen.  „Wenn ich das sagen würde, würde ich vielleicht lügen. Ich will den Leuten keine falschen Hoffnungen machen“. „Wir sind nicht in der Position, hier um das Podest zu kämpfen. Es wird ein hartes Wochenende“, meinte Alonso wegen seines derzeit noch nicht ganz konkurrenzfähigen Ferrari. „Um auf das Podest zu kommen, brauchen wir sehr spezielle Wochenenden.“ China sei ein solches gewesen.

Alonso das Alpha-Tier

„Bei Fernando haben wir bisher ein außergewöhnliches Level an Performance gesehen“, lobte Ferraris Chassisdirektor James Allison. „Er hat jeden irgendwie möglichen Punkt geholt.“ Alonso ist dabei, seine durch die Rückkehr von Räikkönen gefährdete Rolle als Alpha-Tier bei Ferrari zu untermauern. Sein Vertrag bei den Italienern läuft bis 2016. Ohne einen WM-Titel will er sich nicht verabschieden.

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