Dietrich Mateschitz und das Red Bull Team
Ecclestone über Mateschitz: "Ohne ihn kein Österreich-GP"
 

F1: Ecclestone über Mateschitz

Ohne Dietrich Mateschitz wäre das Österreich-Comeback in der Königsklasse nicht möglich gewesen, so der Formel-1-Boss über Dietrich Mateschitz.

15.05.2014 APA

In wenigen Wochen feiert nach jahrelanger Abstinenz die Formel 1 ihre Rückkehr nach Österreich. Dabei wird ein Mann besonders im Mittelpunkt stehen, auch wenn dieser in der Öffentlichkeit stets zurückhaltend ist, Dietrich Mateschitz. „Ohne ihn würde es keinen Grand Prix von Österreich geben, sicher nicht“, sagt Bernie Ecclestone über den Red-Bull-Boss.

Erfolgsgeschichte in der Formel 1

Red Bull ist in der Königsklasse des Motorsports mittlerweile ein großer Player. Seit fast zehn Jahren stellt der österreichische Getränkekonzern zwei Teams, darunter jenes des vierfachen Weltmeisters Sebastian Vettel. Dazu ist man nicht nur Streckenbetreiber, sondern nun auch Grand-Prix-Veranstalter.

Nachhaltigkeit als großer Pluspunkt

„Ich würde es hassen, wenn wir Red Bull irgendwann verlieren würden. Sie sind sehr wichtig für den Sport“, betonte Ecclestone. Das Investment von Mateschitz unterscheide sich von vielen anderen durch seine Nachhaltigkeit – und das Engagement von Red Bull in vielen verschiedenen Bereichen der Königsklasse. „Es ist besonders, weil sie voll involviert sind. Sie sind sehr wichtig geworden“, sagte Ecclestone.

Aus Jaguar wurde Red-Bull-Rennstall

2004 hatte Mateschitz den maroden Jaguar-Rennstall übernommen und daraus einen Serienweltmeister gemacht, 2005 folgte das Zweitteam Toro Rosso. Dem strategischen Partner dürfte Ecclestone auch einen Rabatt auf die Ausrichtergebühr für einen Grand Prix gewährt haben, die üblicherweise deutlich im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegt – zumal er auch selbst etwas von einem zusätzlichen Europa-Rennen hat.

GP von Österreich in kürzester Zeit ausverkauft

„Der Grand Prix von Österreich ist großartig für die Formel 1. Es ist ein echter Klassiker, das ist gut für uns“, meinte Chefvermarkter Ecclestone. Zu stark hatte er zuletzt in neue Märkte expandiert, in denen der Motorsport nicht so sehr verwurzelt ist. Die Türkei, Indien und Südkorea fielen zuletzt wieder aus dem Kalender. Das Comeback-Rennen am 22. Juni in Spielberg war dagegen in weniger als zwei Tagen ausverkauft.

Die österreichischen Fans

„Ich weiß nicht warum, aber die Österreicher lieben die Formel 1“, sagte Ecclestone. „Sie haben viele gute Fahrer gehabt, das Ganze hat einfach Tradition.“ Jochen Rindt begeisterte schon 1970 die Massen. „Der Rindt hat das initiiert und wir haben es weitergetragen“, erklärte der dreifache Weltmeister Niki Lauda. „Die Österreicher sind alle Formel-1-affin. Gott sei Dank war der Mateschitz in der Lage, das Rennen zurückzubringen.“

Back to the Roots

Der Österreich-GP sei für die gesamte Formel 1 ein „Asset“, meinte Lauda, Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Teams. „Es gibt nichts Besseres als gute, alte Traditionsrennen wieder in den Kalender aufzunehmen. Das macht viel mehr Sinn als immer weiter weg in irgendwelchen Ländern zu fahren.“ Es sei eine Rückkehr zu den Wurzeln. Lauda: „Man muss dorthin gehen, wo die Leute sind, wo die Emotionen sind.“ Spielberg sei so ein Ort.

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