Sebastian Vettel und Jenson Button bei einer Pressekonferenz vor dem Japan GP, beide lachen
Vettel ist gut gelaunt
 

Vettel ist ruhig, sagt er

In den Interviews, die Sebastian Vettel vor dem Großen Preis von Japan gibt, wirkt der deutsche Serienweltmeister gelassen. In Suzuka könnte der 4 WM-Titel perfekt werden.

10.10.2013 APA

 

Von Sebastian Vettel gibt es derzeit kaum ein Foto bei dem er nicht mit einem zwischen Zufriedenheit und Vorfreude grinsenden Gesicht zu sehen wäre. Der deutsche Formel-1-Spitzenreiter grinste am Donnerstag immer wieder, schäkerte mit Sitznachbar Jenson Button und verteilte Komplimente an die japanischen Gastgeber. Die Aussicht auf Titel Nummer vier vielleicht schon am Sonntag in Suzuka bereitet dem Red-Bull-Piloten offensichtlich Vergnügen. Von Nervosität keine Spur. „Ruhe bewahren, auf die wichtigen Dinge konzentrieren, nicht ablenken lassen. Erfahrung hilft dabei“, meinte der 26-Jährige.

Deutsche Eier

Der Titelverteidiger ließ außerdem wieder mit einem deftigen Spruch aufhorchen. „Das ist eine der Strecken, auf der man dicke Eier braucht“, sagte Vettel. Eier? Hatte er nicht gerade vor ein paar Tagen Ärger, weil er behauptete, die Konkurrenz würde eben diese viel früher als seine Mannschaft „in den Pool hängen“. Offenbar ganz bewusst erlaubte sich Vettel in Suzuka diesen Seitenhieb.

Deutsche und Eier? Da war doch wer…

Vettel mit beachtlichem Vorsprung

77 Punkte Vorsprung hat der dreimalige Champion auf den WM-Zweiten Fernando Alonso. Gewinnt Vettel am Sonntag sein fünftes Rennen in Serie und sein Ferrari-Rivale wird höchstens Neunter, ist die Entscheidung gefallen. Die Beobachter reden also oft vom Matchball. „Wenn man von Matchball spricht, kommt das ja vom Tennis. Da hat man es ja wirklich selbst in der Hand“, korrigiert Vettel. Er aber braucht zumindest diesmal noch Schützenhilfe von Alonso.

Adrian Newey fehlt

„Das Wo und Wann ist uns nicht so wichtig“, beteuert Vettel seit Tagen immer wieder. Nicht einmal Red-Bull-Designer Adrian Newey, einer der Väter des Erfolgs, ist nach Japan gekommen, obwohl eine Titelparty winkt.

Hamilton beschwichtigt

Vettel reagiert entspannt auf Lewis Hamiltons Kritik, seine Dominanz sei ähnlich ermüdend wie Michael Schumachers Rekordjagden. „Das ist doch ein Kompliment“, meinte Vettel. Hamilton gibt sich inzwischen wieder handzahm. „Wir geben so viele Interviews, da ist es leicht, missverstanden zu werden“, sagt der Brite.

Gegenseitiges Lob

Vorher hatte er schon via Twitter gegengesteuert und den Triple-Weltmeister als „großartigen Champion“ und „tollen Menschen“ gelobt. „Es ist nett, so etwas zu hören. Ich kann das nur zurückgeben“, sagt Vettel. „Lewis ist derzeit einer der besten Fahrer in der Formel 1, und ich komme prima mit ihm aus.“

 

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