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Bei seinem Skiunfall vergangene Woche dachte Gerhard Berger auch an Michael Schumacher.
 

Gerhard Berger nach Skiunfall fast erholt – Gedanken an Schumacher

Einen Tag nach seiner Entlassung aus dem Spital geht es Gerhard Berger wieder gut – „So nah liegen Glück und Pech beisammen“

10.03.2014 APA

Einen Tag nach seiner Entlassung aus dem Spital hat sich Gerhard Berger schon fast von seinem Skiunfall am Donnerstagvormittag erholt. „Unter dem Strich war es schmerzvoll, aber es geht schon wieder“, versicherte der ehemalige Formel 1-Pilot am Montag der APA – Austria Presse Agentur. Dem 54-jährigen Tiroler wurde eine Platte mit zwölf Schrauben im Oberarm eingesetzt. „Auch ein Nerv war verletzt, daher habe ich das Handgelenk nicht wirklich bewegen können“, sagte Berger. „Aber das wird wieder.“ Bis er das Handgelenk wieder voll bewegen könne, kann es laut Ärzten allerdings bis zu drei Monate dauern. „Ich bin froh, dass es nur so viel ist und nicht mehr.“

Berger dachte bei Unfall auch an Schumacher

Berger war im Skigebiet Wilder Kaiser knapp abseits der Piste unterwegs und stürzte unglücklich auf ein Hangentwässerungsrohr aus Beton. „Das hat mir den Oberarm ziemlich zerschossen“, erklärte der zehnfache Grand-Prix-Sieger. Als er nach seinem Sturz auf dem Boden lag, habe er auch an Michael Schumacher gedacht. Der Rekordweltmeister der Formel 1 liegt nach einem Skiunfall in Frankreich seit Ende Dezember im Koma. Der Deutsche war mit dem Kopf auf einen Felsen gestürzt. „Natürlich erinnert man sich daran“, versicherte Berger. „Es war ähnlich wie bei ihm. Ich bin weder schnell noch riskant unterwegs gewesen.“ Er sei unmittelbar neben der gesicherten Piste gefahren – wie zahlreiche andere Skifahrer.

Glück im Unglück

Im Gegensatz zu Schumacher hatte der Österreicher offensichtlich Glück im Unglück. „Da war dieses ungesicherte Kanalrohr. 20 Zentimeter weiter links und du fliegst mit dem Kopf dagegen. So nah liegen Glück und Pech beisammen“, erinnerte Berger. „So ist es keine große Geschichte. Der Oberarm ist halt ziemlich kaputt, aber es geht schon weiter.“

„Habe schon einige Platten im Körper“

Berger hatte in seiner aktiven Karriere mehrere schwere Verletzungen zu überstehen. „Ich habe schon einige Platten im Körper. So ist es halt eine mehr“, sagte der Ex-Rennfahrer lapidar. Unter anderem sind sein erster und zweiter Halswirbel mit einer solchen verstrebt. „Die Erfahrung aus der alten Zeit sagt mir, dass die Heilung bei mir schnell geht“, gab sich Berger optimistisch. „Normalerweise geht das bei mir ganz gut.“ In den kommenden Wochen macht er eine Therapie, um wieder volle Mobilität in sein Handgelenk zu bekommen. „Es ist gut, dass nur der Oberarmknochen und keine Gelenke betroffen sind“, weiß Berger. Den Start der neuen Formel-1-Saison am Wochenende in Melbourne verfolgt er von zu Hause aus. Zuletzt hatte sich Berger bei den Testfahrten in Bahrain vor Ort ein Bild von der Königsklasse gemacht.

  • HSR

    Was haben diese Leute abseits der gesicherten Piste zu suchen? Wo bleibt hier die Vorbildwirkung? Manche lernen es nie. Sie sollten mit einer empfindlichen Geldstrafe belegt werden.

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