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Sind Frauen „zu schwach für die Formel 1“?

In einem kuriosen Interview meinte Bernie Ecclestone, Frauen seien zu schwach für die Formel 1 – „und sie werden auch nicht ernst genommen“

21.04.2016 APA

Formel 1-Chefdespot, äh, -vermarkter Bernie Ecclestone erregte wieder einmal mit einer drastischen Aussage Aufsehen: Frauen seien „zu schwach“ für die Königsklasse des Motorsports. „Ich glaube nicht, dass Frauen die physischen Voraussetzungen haben, um ein Formel-1-Auto schnell fahren zu können“, zitiert die APA den Briten. Und sie werden auch nicht ernst genommen.“

Frauen sollten eher in Geschäftswelt arbeiten

In der Formel 1 gibt es aktuell keine weibliche Pilotin, seit Susie Wolff vergangenes Jahr als Test- und Entwicklungsfahrerin das Handtuch geworfen hat. In der Geschäftswelt sind Frauen laut Ecclestone dafür durchaus erfolgreich. Sie würden weit kompetenter sein und auch keine überzogenen Egos haben, meinte Ecclestone am Dienstag.

Ecclestone auch für einen Austritt aus der EU

In dem offenbar etwas bizarren Gespräch plädierte der Brite auch „zu hundert Prozent“ für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Außerdem solle man Brüssel los werden und stattdessen sollte Russlands Präsident Wladimir Putin Europa regieren. Immigranten hätten nichts zu Großbritannien beigetragen, betonte Ecclestone. Donald Trump wäre für den Milliardär als US-Präsident „fantastisch“.

Susie Wolff verteidigt Ecclestone

Ecclestones Aussagen über Frauen haben in sozialen Medien bereits einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Susie Wolff verteidigte den Briten aber. Die Ehefrau von Mercedes-Sportdirektor Toto Wolff hatte als Williams-Ersatzfahrerin selbst auf ein Formel-1-Cockpit gehofft, diese Hoffnung aber aufgegeben und im November ihre Motorsport-Karriere beendet.

„Taten zählen mehr als Worte“

„Nachdem ich Bernies Ausführungen gehört habe und dann aber selbst mit ihm gesprochen habe,“, sagte Susie Wolff, „ist mir klar, dass wir beide dieses Ziel haben, eine Frau in die Formel 1 zu bringen.“ Für sie würden Taten mehr zählen als Worte. Und Ecclestone habe ihr erst vergangene Woche Unterstützung in ihrer Initiative „Traue dich, anders zu sein“ zugesagt, mit der Frauen ermutigt werden sollen, in den Motorsport zu gehen.

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  • Markus

    Sind doch eh stark!

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