Sebastien Loeb bei der Rallye Schweiz in seinem Citroen
Sebastien Loeb auf Abschiedstour. Sebastien Ogier auf Erfolgstour.
 

Loeb und Ogier starten bei der Heim-Rallye

An diesem Rallye-Wochenende werden einige Tränen vergossen werden. Loeb beendet seine Karriere und Ogier wird sich wohl den fehlenden Punkt zum WM-Titel holen.

01.10.2013 APA

 

Die Rallye-WM wird sich wohl dieses Wochenende im Elsass entscheiden. In Frankreich, ausgerechnet in der Heimat der beiden Protagonisten die während der kommenden Renntagen besonders im Fokus stehen werden. Sebastien Ogier und Sebastien Loeb. 14 Jahre nach seinem Weltmeisterschaftsdebüt und nach unglaublichen neun Titeln in Serie beendet Sebastien Loeb am Sonntag seine einzigartige Rallye-Karriere. Der Nachfolger steht schon parat: Landsmann und Ex-Teamkollege Sebastien Ogier fehlt nur noch ein Punkt, um im drittletzten Saisonlauf im Elsass seinen ersten WM-Triumph im VW perfekt zu machen.

Ogier: „zu 99 Prozent Weltmeister“

„Es ist möglich, dass wir den fehlenden Punkt in Frankreich schon auf der Power Stage holen, mit der die Rallye eröffnet wird. Der Job ist also zu 99 Prozent erledigt“, betonte Ogier. Das könnte schon am Donnerstag der Fall sein, wenn es auf die 4,55 km Auftaktetappe geht. „Insgesamt ist schon jetzt klar, dass es am Ende eine ganz besondere Saison wird. Was wir erreicht haben, ist fantastisch“, sagte der 29-Jährige, der mit dem deutschen Autobauer gleich im ersten Comeback-Jahr sensationell durchstartete.

WM-Titel bei Heimrennen möglich

Rechnerisch war der Titel schon beim Deutschland-Lauf möglich gewesen, die Entscheidung wurde aber vertagt. Beim nächsten WM-Lauf in Australien reichte Ogier auch der Sieg nicht, weil der einzige verbliebene Widersacher Thierry Neuville im Ford Zweiter wurde. Nun kommt es im Raum Straßburg, in Loebs Heimat, zum wohl entscheidenden dritten Anlauf für den Junioren-Weltmeister von 2008. Sechs von zehn Läufen in dieser Saison gewann Ogier.

Loeb auf Abschiedstour

Am Wochenende soll Nummer sieben folgen – wäre da nicht Loeb, der sich in dieser Saison mit vereinzelten Starts verabschiedete und 2014 mit Citroen komplett in die Tourenwagen-WM wechselt. Vorher kommt aber noch das Adieu in der Heimat. „Ich kann es kaum erwarten, bei der Rallye Frankreich-Elsass zu sein“, verkündete Loeb vor seinem 169. WM-Start und dem heuer vierten.

Loeb und Ogier Topmotiviert

78 Siege gehen bisher auf Loebs Konto. Seit 2004 hat der mittlerweile 39-Jährige jedes Jahr den Titel gewonnen. Bei seiner Heimrallye siegte Loeb 2010 und 2012, Ogier landete 2011 auf dem ersten Platz. „Vor heimischer Kulisse werden diese beiden Superstars sicherlich zur Höchstform auflaufen“, prophezeite VW-Motorsportdirektor Jost Capito. „Die Fans dürfen sich auf Rallye-Sport der Extraklasse freuen.“ Und Ogier auf den Titelgewinn, wenn nichts Ungewöhnliches passiert.

Jewgenij Nowikow und Ilka Minor starten

Die Österreicherin Ilka Minor ist wieder als Co-Pilotin des Russen Jewgenij Nowikow im Ford Fiesta RS dabei. Im Vorjahr hatte das Duo nach einem Ausrutscher in eine nasse Wiese den siebenten Rang belegt. In der WM-Zwischenwertung ist Nowikow Neunter.

 

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