Neuer Formel 1-Qualifikationsmodus bewilligt – Vettel: „macht keinen Sinn“

Der Motorsport-Weltrat bewilligte am Freitag den neuen Formel-1-Qualifikationsmodus – Ex-Weltmeister Vettel kritisierte bevorstehende Änderungen

05.03.2016 APA

Der Motorsport-Weltrat bewilligte am Freitag den neuen Formel-1-Qualifikationsmodus. Das Format soll schon beim ersten Saisonrennen am 20. März in Melbourne eingeführt werden.

Unklar, ob Elektronik bis zum Saisonauftakt funktioniert

Die wichtigste Veränderung im Vergleich zum alten Modus ist, dass in allen drei Qualifikationsrunden nach einer bestimmten Zeit alle 90 Sekunden der jeweils langsamste Fahrer sofort ausscheidet. Ob das neue Format allerdings auch wirklich schon am 19. März in Australien eingesetzt wird, ist wegen Problemen mit der Software noch nicht restlos geklärt. Zuletzt hatte das Fachmagazin „Auto, Motor und Sport“ aber berichtet, dass Chefvermarkter Bernie Ecclestone dem Automobil-Weltverband FIA seine Zusage gegeben habe, dass die entsprechende Elektronik bis zum Auftakt in Melbourne funktionieren werde. Der neue Qualifikationsmodus soll dann jedoch in leicht abgewandelter Form eingeführt werden.

Vettel: Neuer Qualifikationsmodus macht „keinen Sinn“

Sebastian Vettel hält indes nichts vom neuen Qualifikationsmodus. Das neue Format mache „keinen Sinn“, kritisierte der deutsche Ferrari-Pilot nach dem letzten Testtag in Montmelo bei Barcelona. Mit dem aktuellen Format habe seiner Meinung nach alles gestimmt.

„Viele Dinge sind noch offen“

„Es sind oft genug Autos auf der Strecke. Jeder Fan, der auf der Tribüne sitzt und vorm Fernseher, sieht seinen Fahrer. Mal öfter, mal weniger. Mit dem neuen Format wird das alles nicht besser, im Gegenteil. Es gibt sehr viele Dinge, die noch offen sind“, erklärte der Ex-Weltmeister. Die Formel 1 sei „aufgrund ihres Reglements komplex genug und für den Zuschauer schwer zu verstehen. Damit macht man es nur noch schwerer“, betonte Vettel abschließend.

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