Roborace, selbstfahrender Motorsport ohne Piloten

Selbstfahrende Autos erreichen den Motorsport, zumindest wenn es nach den Verantwortlichen der Formel E geht. Diese wollen das „Roborace“ starten.

27.11.2015 APA

Kein Fahrerkarussell, keine obszön hoch dotierten Rennverträge, keine seltsamen Twitter oder sonstige Social Media Beiträge, keine Skandale, keine heißen Duelle bei Pressekonferenzen und keine Stallduelle. Eine Formel ohne Piloten. Kopflos! Die rein auf elektrische Fahrzeuge ausgerichtete Formel E plant mit der kommenden Saison 2016/17 eine zusätzliche Weltmeisterschaft ohne Fahrer. Das neuartige „Roborace“ soll jeweils vor dem eigentlichen Formel-E-Rennen, aber auf den gleichen Strecken in Szene gehen, heißt es. Zehn Teams mit jeweils zwei Autos sollen dabei gegeneinander antreten.

Roborace, die Fahrzeuge steuern sich selbst

Der Clou ist, dass sich die Fahrzeuge dank künstlicher Intelligenz sozusagen selbst steuern. „Roborace ist eine offene Meisterschaft für die innovativsten Wissenschafts- und Technik-Unternehmen der Welt“, sagte Formel-E-Geschäftsführer Alejandro Agag und beschrieb die Rennserie als „eine der aufregendsten Sportveranstaltungen in der Geschichte“.

Fahren Google und Apple künftig mit?

Als Unternehmen, die sich für „Roborace“-Teamlizenzen interessieren könnten, werden einerseits traditionelle Autobauer wie Mercedes-Benz oder Audi, andererseits Technologie-Giganten wie Google und Apple gehandelt. BMW, Audi, Renault und Citroën sind bereits in der Formel E involviert, die in der aktuellen, noch bis Juli 2016 laufenden Saison unter anderem in Long Beach, Peking, Berlin, Moskau, Mexiko-Stadt, Paris und London gastiert.

  • Gino

    Was ist das den für ein Mist? Rennsport muss von realen Fahrern gefahren werden und nicht von Computern! Schämen sollten man sich für so eine Idee!

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