Der Startschuss für den Schmiergeldprozess gegen Ecclestone fällt am 24. April.
 

Formel 1: Zeitplan für Ecclestone-Prozess bestätigt

Der Prozess gegen den Formel 1-Boss startet am 24.4., für das Verfahren sind zunächst 26 Prozesstage bis einschließlich 16. September geplant.

07.02.2014 APA

Der Zeitplan für den Schmiergeldprozess gegen Bernie Ecclestone wurde am Freitag vom Oberlandesgericht München bestätigt. Der Prozess-Auftakt ist wie erwartet für den 24. April angesetzt, für das Verfahren sind zunächst 26 Prozesstage bis einschließlich 16. September geplant.

Ecclestone bestreitet Bestechungsvorwürfe

Die Münchner Staatsanwaltschaft wirft dem Formel 1-Chef Bestechung und Anstiftung zur Untreue des ehemaligen BayernLB-Vorstandes Gerhard Gribkowsky vor. Die beiden Männer hatten sich kennengelernt, als die Landesbank ihre Mehrheit an der Rennserie verkaufen wollte. Gribkowsky sollte als Risikovorstand der Bank bei dem Geschäft möglichst viel Geld für die Anteile herausholen. Ecclestone soll dem Banker im Jahr 2006 aber rund 45 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt haben, damit er Ecclestones Wunschkandidat CVC als Käufer den Vorzug gibt. Gribkowsky hat vor Gericht zugegeben, das Geld erhalten zu haben und war dafür im Sommer 2012 zu achteinhalb Jahren Haft wegen Bestechung verurteilt worden. Dagegen hatte Ecclestone die Bestechungsvorwürfe stets bestritten und versichert, er habe „nichts Illegales“ getan.

Anwälte: „Die behauptete Bestechung gab es nicht“

„Die behauptete Bestechung gab es nicht“, hatten Ecclestones Anwälte vor wenigen Wochen erklärt, nachdem die Anklage gegen den Formel 1-Boss zugelassen wurde. In einem Zivilprozess in London hatte der Brite die Zahlungen an Gribkowsky zugegeben, aber darauf beharrt, dass dieser ihn unter Druck gesetzt habe. Dies hatte er auch als Zeuge im Prozess gegen Gribkowsky ausgesagt.

Mehr zum Thema
  • Ravenbird

    Wo man hinsieht, Asoziale.
    Das sind Menschen, die sich gegenüber der Gemeinschaft der Menschen schädlich verhalten. Schon die Religionsgründer vor Tausenden von Jahren haben gewußt, daß abnormer Reichtum asozial ist und die Todsünde Gier ist nicht umsonst ein Todsünde und hat den gleichen Stellenwert wie Mord (in den Religionen).
    Ich bin sicher, daß der Eierstein (Niki Laudas Kosename für den sauberen Herrn) im Falle einer Verurteilung auf Unzurechnungsfähigkeit oder Senilität plädieren wird und damit auch noch durchkommt.
    Wir scheinen außerdem jeden Bezug zum Geld verloren zu haben, auch mit Unterstützung durch den Euro.
    45 Millionen ist so viel Geld, das verdient ein ganzes Dorf voller Arbeiter im ganzen Leben nicht – und DER verschenkt solche Summen einfach…

pixel