Nach so viel Erfolgen gibt's nicht nur Glückwünsche: Die Konkurrenz hofft stark auf ein Ende der Dominanz des Dreamteams Vettel/Red Bull.
Nach so viel Erfolgen gibt's nicht nur Glückwünsche: Die Konkurrenz hofft stark auf ein Ende der Dominanz des Dreamteams Vettel/Red Bull.
 

Formel 1: Vettels Dominanz hat bald ein Ende

„Bist du verrückt, wie geht das denn?“ – Die Konkurrenz verzweifelt an Vettel, doch die Dominanz des Deutschen und Red Bull könnte 2014 ein Ende haben.

19.11.2013 APA

Nach dem Grand Prix in Brasilien am kommenden Sonntag (17.00 Uhr MEZ/live ORF eins) ist die leichte Eintönigkeit, die Sebastian Vettels Dominanz in die Formel 1 gebracht hat, endlich vorbei – zumindest für dieses Jahr. Auch die Konkurrenz des Red-Bull-Piloten kann angesichts des nahenden Saisonendes aufatmen – inzwischen machte sich schon leichte bis schwere Verzweiflung breit. „Wenn ich mir Videos von Vettel anschaue, Onboard-Kameras am Computer, dann sitz‘ ich da und schreie: Bist du verrückt, wie geht das denn?“, so Mercedes-Pilot Nico Rosberg zur „Bild“-Zeitung (Dienstag-Ausgabe). „Was Sebastian mit dem Auto machen kann, ist Wahnsinn. Wenn ich so in die Kurven einlenken würde, wie er das macht, dann bin ich in der Walachei.“

Peter Prodromou verlässt Red Bull

Tatsächlich scheint Vettel mit seinem RB9 unschlagbar: Seit Sommer hat kein anderer Pilot einen Grand Prix gewonnen, auch die Rekorde bricht der 26-jährige reihenweise. Gewinnt der inzwischen vierfache Weltmeister auch am Sonntag in Interlagos/Sao Paulo hätte er mit 13 Saisonerfolgen einen weiteren Rekord von Landsmann Michael Schumacher eingestellt – und die längste Siegesserie eines Piloten von Alberto Ascari aus den 50er Jahren. Aber auch wenn Vettel und Red Bull den hohen Standard beibehalten, kann es kommende Saison schon anders aussehen. Red Bull muss den Abgang von Peter Prodromou verkraften, der ab 2015 für McLaren arbeiten soll. Der Brite gilt als rechte Hand von Designgenie Adrian Newey. „Ich denke, kein Team verliert einen Ingenieur dieses Kalibers ohne Auswirkungen“, meinte Mercedes-Teamchef Ross Brawn.

Neues Motorenreglement soll die Karten in der Formel 1 neu mischen

Zudem kommt, dass ab 2014 ein neues Motoren- und Aerodynamik-Reglement in der Formel 1 gilt. Nach einer kurzen Winterpause werden Ende 2014 die neuen Autos, die reglementbedingt mit unansehnlicher Hakennase ausgestattet sein könnten, in Jerez die ersten Testfahrten absolvieren. Dann mit Turbomotoren und einer noch einmal stark beschnittenen Aerodynamik – die Hoffnung der Konkurrenz auf ein Ende der Ära Vettel/Red Bull.

  • Ravenbird

    Vor lauter Reglementieren wird bald das Seifenkistel vom Huber Franzi schneller sein als die F 1.

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