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Die scheidenden Piloten Felipe Massa und Mark Webber stehen dieses Wochenende (fast) mehr im Rampenlicht als Rekordjäger Vettel.
 

Formel 1: Vettel wird Webber vermissen

Der Grand Prix in Brasilien ist Mark Webbers letztes Formel 1-Rennen, Felipe Massa fährt das letzte Mal für Ferrari – Zeit für versöhnliche Worte mit den Noch-Teamkollegen

21.11.2013 APA

Am kommenden Sonntag fährt Red Bull-Pilot Mark Webber sein letztes Rennen in der Formel 1. Zum Abschied findet Teamkollege Sebastian Vettel noch einmal versöhnliche Worte:  „Dass er nächstes Jahr nicht mehr dabei sein wird, ist ein großer Verlust für das Team, aber auch für mich“, so der deutsche Vierfach-Weltmeister am Donnerstag im Formel-1-Fahrerlager in Sao Paulo. „Ich habe viel von ihm gelernt.“

Webber: Vettels „Scheuklappen“ weniger schlimm als Schumachers

Leicht hatten es Webber und Vettel aber nicht immer miteinander: So eskalierte das teaminterne Duell 2011 in Istanbul, wo Vettel und Webber im Kampf um den Sieg kollidierten, heuer missachtete Vettel in Malaysia eine Teamorder und schnappte Webber den Sieg vor der Nase weg. Dennoch glaubt Webber, dass irgendwann zwischen den beiden alles in Ordnung sein wird. „Aber im Moment ist es schwer“, so der Australier zum „Telegraph“. Und erklärte mit Verweis auf Schumacher, dass es solche und solche Scheuklappen gebe. „Ich habe Michaels auch gesehen, und ich glaube nicht, das Sebs genauso schlimm sind.“

Keine Freunde, aber erfolgreiche Partner

„Die Leute haben generell einen schlechteren Eindruck, als es in Wirklichkeit war“, betonte kurz danach Vettel in seiner Presserunde. „Man darf nicht vergessen, wie erfolgreich wir waren.“ Sie hätten nicht die beste persönliche Beziehung gehabt. „Aber für das Team haben wir beide sehr hart gearbeitet.“ Den Verlust soll im kommenden Jahr Webbers Landsmann Daniel Ricciardo kompensieren. Wie Vettel in der Saison 2009, steigt der 24-jährige Australier von B-Team Toro Rosso zu Red Bull auf. Webber auf jeden Fall freut sich auf seinen Ausstieg aus der Formel 1 – es sei nach 12 Jahren und weit über 200 Rennen aber auch unvermeidlich, „dass du manches vermissen wirst“, so der Australier.

Felipe Massa fährt zum letzten Mal für Ferrari

Auch Felipe Massa steht dieses Mal im Rampenlicht: Er wird am Sonntag vor seinem Heimpublikum zum letzten Mal einen Ferrari steuern. „Eine unglaubliche Zeit geht zu Ende“, betonte Massa, der ab kommender Saison für Williams fahren wird. „Ferrari ist ein Traum für jeden Fahrer. Mein erstes Kart war rot, mein erster Overall war rot“, so der Brasilianer. „Es war eine produktive Beziehung“, lobte auch Teamkollege Fernando Alonso die Zeit mit Massa an seiner Seite. Dass der Brasilianer den Spanier 2010 beim Deutschland-Rennen auf Teamgeheiß überholen lassen musste, hinterließ bei dem sensiblen Südamerikaner aber größere Spuren als angenommen. Das Rennen auf dem Hockenheimring sei „vielleicht der schwerste Moment“ seiner Zeit bei Ferrari gewesen, gab Massa nun, über drei Jahre später, in Interlagos zu.

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