Webber, Vettel nach dem Qualifying
Sebastian Vettel holt sich seine 40. Pole
 

Formel 1: Vettel holt in Monza Pole. Seine 40.

Sebastian Vettel hat am Sonntag die 40. Pole Position seiner Formel-1-Karriere eingefahren.

08.09.2013 APA

Der deutsche Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat am Sonntag seine 40. Pole Position erobert. Der dreifache Weltmeister und überlegene WM-Spitzenreiter gewann am Samstagnachmittag das Qualifying für den Italien-Grand-Prix in Monza vor seinem australischen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber (+0,213 Sek.), der am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/live ORF eins, RTL und Sky) seinen letzten F1-WM-Lauf in Europa bestreiten wird. Dritter wurde sensationell der deutsche Sauber-Pilot Nico Hülkenberg (0,310).

Konkurrenten hinten nach

Für Vettels Titelrivalen lief es dagegen nicht nach Wunsch. Der spanische Ferrari-Star Fernando Alonso (0,387), aktuell mit 46 Punkten Rückstand WM-Zweiter, landete auf Rang fünf. Noch schlechter erging es dem WM-Vierten Kimi Räikkönen und dem WM-Dritten Lewis Hamilton, denn der finnische Lotus-Pilot und der englische Mercedes-Fahrer verpassten als Elfter bzw. Zwölfter sogar den dritten und letzten Quali-Abschnitt der Top Ten.

Hamilton sorgt für Zitat des Tages

„Ich bin wie ein Idiot gefahren. So schlecht bin ich schon seit langer, langer Zeit nicht mehr gefahren. Es tut mir leid für das Team.“ So der englische Mercedes-Pilot Lewis Hamilton, nachdem er nach zuletzt vier Qualifying-Bestzeiten nicht über Rang zwölf hinausgekommen war und damit erstmals seit fast vier Jahren den dritten und letzten Quali-Abschnitt der Top Ten verpasst hat.

In den Kurven stark

Bei Red Bull war man dagegen rundum zufrieden. „Fantastisch, es läuft viel besser, als wir es erwartet haben“, frohlockte Vettel, der dem österreichischen Team die insgesamt 50. Pole Position bescherte. „Wir sind dieses Jahr in einer sehr starken Position und können auch auf der Geraden mit den anderen mithalten. In den Kurven haben wir ja sowieso ein starkes Auto“, erklärte der Deutsche.

Gute Leistung von Toro Rosso

Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko freute sich nicht nur darüber, dass in Monza erstmals seit dem Auftaktrennen in Australien Mitte März wieder beide Autos in Reihe eins stehen, sondern auch über die gute Leistung des Schwesterteams Toro Rosso: Der Australier Daniel Ricciardo, der in der kommenden Saison Webber als Vettel-Teamkollege ablöst, wurde Siebenter, der Franzose Jean-Eric Vergne Zehnter.

4 von 10

„Erstmals alle vier Autos in den Top Ten, das ist ein guter Tag für Red Bull“, betonte der 70-jährige Steirer. „Hier ist viel möglich für uns. Unser Speed war sowohl mit den harten als auch mit den weichen Reifen und in den Long Runs gut.“ Das sei das Ergebnis der harten Arbeit nach dem enttäuschenden Budapest-Ergebnis vor der Sommerpause. „Was wir gemacht haben, funktioniert super. Ich hoffe, dass es auch bei den nächsten Rennen so weiter geht.“

Kaltenborn zufrieden

Neben Marko hatte aber auch seine österreichische Landsfrau Monisha Kaltenborn, Teamchefin des Schweizer Sauber-Rennstalls, gut lachen. „Mit diesem Ergebnis haben wir sicherlich nicht gerechnet. Nico ist eine fantastische Runde gefahren, einfach perfekt“, gab die 42-Jährige zu Protokoll. Hülkenberg selbst dankte vor allem seiner Boxen-Crew, die nach dem schwachen Trainingsleistungen – Sauber nie in den Top Ten – „super Arbeit“ geleistet habe.

Sauber vor Überraschung

Damit scheint für Sauber sogar eine Rennüberraschung wie vor einem Jahr möglich, damals war der Mexikaner Sergio Perez im königlichen Park von Monza hinter Hamilton und vor Alonso Zweiter geworden. „Träumen darf man immer. Wir hoffen, dass wir das Podest-Ergebnis aus dem Vorjahr wiederholen können“, sagte Kaltenborn.

 

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