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Sebastian Vettel will weiterkämpfen.
 

Formel 1: Vettel hat Hoffnung noch nicht aufgegeben

Vor Sebastian Vettels 100. Karriere-Rennen in Monaco zeigt sich Red Bull noch zuversichtlich: „Niemand hat irgendetwas aufgegeben und Sebastian am allerwenigsten“

24.05.2014 APA

Red Bull-Teamchef Christian Horner denkt auch nach der bisher enttäuschend verlaufenen Saison nicht ans Aufgeben. Vor dem Grand Prix von Monaco am Sonntag steht Red Bull-Star Sebastian Vettel vor dem 100. Rennen seiner Karriere. Und obwohl Mercedes die Formel 1 derzeit klar dominiert, hat Red Bull die Hoffnung noch nicht verloren, so Teamchef Christian Horner: „Niemand hat irgendetwas aufgegeben und Sebastian am allerwenigsten.“ Zum einen sei Vettel ein echter Kämpfer und zweitens habe man so eine Situation auch 2012 bereits erlebt.

Red Bull erinnert an 2012

Damals hatte Vettel nur eines der ersten 14 Rennen gewonnen und erst im Finish mit vier Siegen in Folge das Ruder herumgerissen. Letztlich gewann er den Titel im letzten Rennen drei Punkte vor Fernando Alonso, der damals schon 40 Zähler voraus gelegen war.

Vettel auch mit seinen Fehlern zufrieden

Vettel war 2009 von Toro Rosso zu Red Bull gewechselt und war sofort Vizeweltmeister geworden. Er habe damals aber durchaus auch Fehler gemacht, gestand der Deutsche in Monaco freiwillig ein. „Aber es waren Fehler, die ich machen musste, damit dann alles andere passieren konnte“, blickte Vettel mehr als zufrieden zurück. Denn in den folgenden vier Jahren gewann er von 2010 bis 2013 jeweils den Titel. 38 Siege, 62 Podestplätze und 45 Poles in 99 Rennen mit Autos des Star-Designers Adrian Newey sind eine großartige Bilanz für den jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte.

2014 kommt Vettel in Bedrängnis

2014 ist aber Feuer am Dach. Mercedes hat nach einer Regel- und Technik-Revolution die Red-Bull-Rolle übernommen und die ersten fünf Saisonrennen gewonnen, Vettel war vor Monaco mit gerade mal einem Podestplatz abgeschlagener WM-Vierter. Zudem heizt Neo-Teamkollege Daniel Ricciardo dem Deutschen, der mit dem neuen V6-Hybrid-Turbo bisher noch nicht optimal zurecht gekommen ist, mächtig ein.

Doppelte Punkte im Finale lassen hoffen

Nicht nur die Tatsache, dass es 2014 erstmals doppelte Punkte beim Finale gibt, macht dem Champion aber Hoffnung. In Spanien fuhr er zuletzt von Platz 15 auf Rang vier, es geht also aufwärts. Vor allem weil Renault den Antriebsstrang immer mehr optimiert. „Bisher hat sich Sebastian schwergetan“, bestätigte Horner, dass Vettel speziell beim Anbremsen von Kurven noch nicht das richtige Gefühl für seinen RB10 hatte.

Druck auf Motorenpartner Renault steigt

Vor allem Motorenpartner Renault muss weiter nachlegen, will man die Mercedes-Dominanz noch in diesem Jahr brechen. Dort wurde am Samstag die Verlängerung mit dem malaysischen Mineralöl-Partner Petronas präsentiert und Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche machte dabei klar, dass es im Konzern nicht den geringsten Vorbehalt gegen die Formel-1-Ambitionen gibt, und verwehrte sich gegen aufkommende Langeweile: „Vier Jahre lang hat ein anderes Team dominiert. Wir haben gerade Mal fünf Rennen gewonnen.“ Man muss aber davon ausgehen, dass es aus technischen Gründen in dieser Tonart vorerst weiter geht.

Schlüsselmoment in Spielberg

Ein Schlüsselmoment könnte ausgerechnet das „Heimrennen“ in Spielberg werden. Kann Red Bull auch beim achten von 19 Saisonrennen noch nicht wirklich um den Sieg mitfahren, muss man die WM 2014 wohl vorzeitig abschreiben. Man darf aber davon ausgehen, dass die Mannschaft von „Gastgeber“ Dietrich Mateschitz sowie Renault alles tun, damit der erste Heimauftritt seit langem auch sportlich ein möglichst großer Erfolg wird.

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