Die Rennstrecke von Sao Paulo
Viel Neues in der F1-Saison 2014.
 

13 Regeländerungen in der Formel 1

Die Formel-1-Saison 2014 startet am 16. März in Melbourne. Wir geben einen Überblick zu den wichtigsten Veränderungen der F1.

13.03.2014 APA

Am 16. März findet der erste Grand Prix der Formel-1-Saison 2014 statt. Während der Winterpause drehte sich das Fahrerkarussell, die Regeländerungen führten zu massiven Veränderungen und die neuen F1-Boliden wurden vorgestellt.

Die 13 wichtigsten Änderungen der Formel-1-Saison 2014

1. Die neuen Boliden

Unter Punkt 8 bis 12 wird auf die Details der neuen Rennautos eingegangen. Soviel sei aber gesagt: Die Boliden der Saison 2014 haben sich nicht nur optisch verändert, auch unter der Haube gibt es gravierende Veränderungen.

2. Die Piloten

Bei der Besetzung der Cockpits der Formel-1-Teams hat sich einiges getan. Daniel Ricciardo ist der neue Kollege von Sebastian Vettel bei Red Bull. Der Schwede Marcus Ericsson und der Däne Kevin Magnussen feiern ihr F1-Debüt und zu spannenden internen Duellen wird es bei Ferrari zwischen Fernando Alonso und Kimi Räikkönen kommen._apa-grafik-teams-fahrer-2014-2

3. Das Qualifying

Auch das Qualifying wurde reformiert, so wird künftig das Finale der besten zehn (Q3) auf Kosten des ersten Abschnittes (Q1) um zwei Minuten verlängert. Zusätzlich erhält jeder Q3-Pilot einen zusätzlichen Satz der weicheren, schnelleren Reifenmischung.

4. GP von Österreich

Die Rückkehr der F1 nach Österreich sorgte für viel Begeisterung. Am 22. Juni 2014 wird endlich wieder ein heimischer Grand Prix ausgetragen.

Luftaufnahme vom Spielbergring in Österreich

Der Österreichring ist zurück. © Bild: APA / Erwin Scheriau

5. GP von Russland

Nach den Olympischen Spielen, den Winter-Paralympics und dem G8-Gipfel (der derzeit auf wackeligen Beinen steht), wird in Sotschi erstmals der Große Preis von Russland ausgetragen.

6. Die Strafen

Bei Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung der Formel 1 drohen bis zu drei Punkte. Kommt ein Fahrer in den jeweils zurückliegenden zwölf Monaten auf mehr als zwölf Punkte, darf er beim nächsten Rennen nicht starten.

7. Die Tests

Testfahrten während der Saison sind wieder erlaubt. Jedem Rennstall stehen viermal zwei Tage zur Verfügung. Ort und Zeitpunkt sind relativ festgelegt: Am Dienstag und Mittwoch nach Rennen in Europa.

Jean-Eric Vergne von Toro Rosso bei den Tests in Jerez

© Bild: EPA / Roman Rios / picturedesk.com

8. Der Motor

Die 2,4-Liter-V8-Aggregate sind Ende des Jahres Geschichte. Dafür werden die Autos jetzt von 1,6-Liter-V6-Turbomotoren angetrieben. Die neuen Motoren sind um einiges schwerer, bringen zusammen mit der Batterie etwa 145 Kilogramm auf die Waage. Das Mindestgewicht der bisherigen Motoren beträgt dagegen nur 95 Kilo. Die Gewichtsverlagerung der Autos verändert sich enorm.

9. Das Gewicht

Das Auto muss mit Fahrer mindestens 690 Kilogramm wiegen. Bisher waren es 642 Kilogramm.

10. Die Aerodynamik

Die Maximalhöhe der Fahrzeugspitze wurde auf 18,5 Zentimeter reduziert. Einen Knick in der Nase darf es aber nicht mehr geben. Dadurch ist es zu stark abfallenden, optisch ebenfalls gewöhnungsbedürftigen Konstruktionen gekommen. Die Frontflügel dürfen um 15 Zentimeter breiter werden (1,65 statt 1,50 Meter).

11. Der Sprit

Für eine Renndistanz stehen maximal 100 Kilogramm (bisher 135 Liter) Benzin zur Verfügung. Das gilt vom Start bis zur Zielflagge und wird durch den Durchflussmengenbegrenzer des Weltverbands (FIA) kontrolliert.

12. Die Batteriepower

Waren es bisher 82 PS für 6,7 Sekunden durch KERS (Kinetic Energy Recovery System), stehen den Piloten 2014 zusätzliche 160 PS für 33 Sekunden durch Energierückgewinnung zur Verfügung.

13. Doppelte Punkte beim Saison-Finale

Ab 2014 werden im letzten Saisonrennen doppelte Punkte vergeben. Ziel ist es „einen maximalen Fokus auf die Weltmeisterschaft bis zum Saisonende“ zu garantieren, hieß es in einer Stellungnahme der FIA. Die Reaktionen aus dem Formel-1-Zirkus waren gespalten.

 

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  • zitronen_bob

    „(…) die Straßenverkehrsordnung der Formel 1 (…)“

    Kindergartenveranstaltung Formel 1 …

  • Gerhard

    100kg Benzin sind ca. 130 Liter …also eh keine wirkliche Veränderung!

    • hellipirelli

      Sie haben grundsätzlich nicht unrecht. Nur:
      In der Formel 1 wird, wie überall, wo Kraftstoffmengen exakt begrenzt werden sollen, diese Mengen in kg, nicht in Litern angegeben. Das Volumen ändert sich nämlich mit der Temperatur, die Masse (vulgo: „das Gewicht“) nicht.

      BTW: Ich wünsche allen recht viel Spaß am Sonntag beim ersten „Formula 1 Economy Run“ in Melbourne“ ;-)
      Voriges Jahr hatten die Autos je nach Rennen ca. 150 kg (!!!) Benzin an Bord. Der Minderverbrauch, der da gegenüber letztem Jahr avisiert wird, ist also ein Drittel – das ist nicht wenig.
      Mal sehen, wie schnell die fahren werden…

  • Alfred G

    Die Frontflügel werden nicht 15cm breiter, sondern 15cm schmäler. ;)

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