Toto Wolff
Wolff ist vorsichtig optimistisch.
 

Formel 1: Mercedes mit Vorsprung

Der Formel-1-Rennstall Mercedes hat nach den Testtagen in Jerez de la Frontera und Bahrain einen Vorsprung erarbeitet. Doch Melbourne wird als wahrer Gradmesser dienen.

25.02.2014 APA

Alles relativ. So kann der Vorsprung von Mercedes nach den ersten Testfahrten in Jerez und Bahrain zusammengefasst werden. Auch Motorsportchef Toto Wolff warnt vor vorzeitiger Euphorie. „Wir haben einen guten Test gehabt. Das ist aber kein Grund, um in Jubel zu verfallen“, betonte der 42-jährige Wiener vor den abschließenden Proberunden diese Woche in Bahrain. Wolff: „Wir können vorsichtig optimistisch sein.“

Melbourne als wahrer Gradmesser

Die Silberpfeile sind nach acht von zwölf Testtagen die meisten Kilometer gefahren, während vor allem Serienweltmeister Red Bull mit riesigen Problemen zu kämpfen hatte. „Trainingsweltmeister hat es schon viele gegeben. Es geht darum, dass wir das beim ersten Rennen in Melbourne auch umsetzen können“, erklärte Wolff. Dieses steht am 16. März auf dem Programm.

Licht und Schatten auch bei Mercedes

Wolff erinnerte, dass auch der neue Mercedes bei längeren Ausfahrten immer wieder stehengeblieben sei. Allerdings gelang es den Silberpfeilen als erstem Team, bei den bisherigen Tests eine Rennsimulation zu absolvieren. Bei einer simulierten Qualifikationsrunde fuhr der Deutsche Nico Rosberg in der Vorwoche in Bahrain die schnellste Zeit aller Teams.

Red Bull mit Zeitdruck

Red Bull dagegen hinkt nicht nur in puncto Rundenzeit, sondern auch bei der Standfestigkeit hinterher. „Wir stecken in komplexen Schwierigkeiten, die wir nur gemeinsam mit Motorenpartner Renault beheben können“, meinte Motorsportdirektor Helmut Marko gegenüber den „Salzburger Nachrichten“ (Dienstag-Ausgabe). „Es geht um die gesamte Einheit Antriebsstrang. Wir rutschen leider von Problem zu Problem.“

Alle Teams betroffen

Marko sieht die Bullen daher „ganz klar hinter dem Zeitplan“. Es sei offen, ob man bis zum Saisonstart in Melbourne alles hinbekomme. Die Probleme mit den neuen Motoren betreffen laut dem 70-jährigen Steirer zwar alle Teams, vorrangig aber jene mit Renault-Triebwerk. Marko gab sich dennoch kämpferisch: „Wir lassen die Köpfe nicht hängen, blicken und denken nach vorn.“

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