Christian Horner und Renault Sport F1 Sportchef Jean-Michel Jalinier (li.).
Kopfzerbrechen bei Christian Horner und Renault Sport F1 Sportchef Jean-Michel Jalinier (li.).
 

Formel 1 Tests in Bahrain: RB10 macht weiter Probleme

Der RB10 macht weiterhin Probleme. Die Kühlungsthematik rund um den Renault-Motor sorgt auch in Bahrain für Kopfzerbrechen.

19.02.2014 APA

Nach dem Testdesaster in Jerez de la Frontera folgt die nächste Schlappe für Red Bull in Bahrain. Sebastian Vettel konnte erst mit über vier Stunden Verspätung auf die Rennstrecke und musste sich mit der fünftschnellsten Zeit zufrieden geben. Insgesamt kam der Deutsche auf nur 14 Runden mit dem neuen Formel-1-Boliden.

„Man beseitigt das eine Problem – Ruckzuck gibt es ein neues“

„Mit Sicherheit bin ich nicht zufrieden, wie es momentan läuft“, gestand Vettel. „Wir tun uns schwer, alles zu verstehen. Man beseitigt das eine Problem – Ruckzuck gibt es ein neues.“ Schon bei den ersten Testfahrten für die neue Saison Ende Jänner in Jerez waren die Bullen von schweren technischen Problemen zurückgeworfen worden.

Kühlung macht weiter Probleme

Die Kühlungsthematik rund um den Renault-Motor schien auch diesmal nicht zu lösen zu sein. Vettel musste sogar einmal selbst mit dem Feuerlöscher ausrücken. „Der Kollege hatte ein bisschen Panik“, sagte er in Richtung des Streckenposten. „Er wusste nicht genau, wo er ansetzen musste, ich habe ihm da geholfen.“ Es war fast schon Galgenhumor, blieb sein Auto danach doch auch noch in der Boxengasse liegen.

Ricciardos Testet ab Freitag

„Wir stehen im Moment noch vor einem großen Berg, aber wir hoffen, dass wir rechtzeitig auf dem Gipfel ankommen“, erklärte Vettel. Bis Samstag wird in der Wüste von Sakhir noch getestet. Der vierfache Weltmeister sitzt aber nur noch am Donnerstag hinter dem Steuer, dann übernimmt sein neuer Teamkollege Daniel Ricciardo.

Bei Ferrari und Mercedes läuft es nach Plan

Vor dem Saisonstart am 16. März in Melbourne bleiben den Teams danach kommende Woche nur noch vier weitere Tage in Bahrain, um die radikal neuen Autos samt ihrer komplizierten Antriebsstränge zu verstehen. Der Konkurrenz der Bullen scheint das bereits deutlich besser gelungen zu sein. Die Ex-Weltmeister Fernando Alonso im Ferrari und Lewis Hamilton im Mercedes landeten am ersten Testtag in Sakhir auf den Plätzen zwei und drei.

Nico Hülkenberg mit Tagesbestzeit

Die Tagesbestzeit ging aber an den Deutschen Nico Hülkenberg im Force India. Die meisten Runden drehten dessen Landsmann Adrian Sutil im Sauber und der dänische F1-Rookie Kevin Magnussen, der im McLaren als Vierter überzeugte. Hamilton zeigte sich von der Zuverlässigkeit seines Boliden angetan. „Das Team kann sehr stolz darauf sein, was es mit all der harten Arbeit erreicht hat“, meinte der Brite.

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