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Fliegende Starts gibt es ab 2015 nur noch in den Start- und Endphase des Rennens. © MARWAN NAAMANI/AFP/Getty Images
 

Formel 1: Stehender Safety-Car-Start kommt 2015

Um Show zu verbessern beschloss die FIA ab 2015 einen stehenden- statt dem fliegendem Start nach der Safety-Car-Phase einzuführen.

26.06.2014 APA

Der Motorsport-Weltrat der FIA hat am Donnerstag in München einige Vorschläge der Formel-1-Kommission bestätigt. Neben einigen Kosteneinsparungsmaßnahmen wurde auch fixiert, dass es ab 2015 nach einer Safety-Car-Phase keinen fliegenden sondern einen stehenden Restart auf der Startaufstellung geben wird. Das soll die Show verbessern.

Ricciardo kritisiert Vorhaben

Gegen diese Entscheidung laufen freilich einige Fahrer wie Daniel Ricciardo (Red Bull) bereits Sturm, denn sicherer wird die Formel 1 damit nicht. „Es ist ein zu großer Nachteil für einen Piloten, der sich davor die Führung erkämpft hat“, kritisierte der Australier. Weiter fliegend neu gestartet wird nur in den ersten zwei Runden nach dem Start oder Restart eines Rennens sowie dann, wenn bereits die letzten fünf Runden angebrochen sind.

Sparmaßnahmen: 4 statt 5 Antriebseinheiten

Zu den Sparmaßnahmen zählt u.a., dass ab 2015 nur noch vier statt fünf Antriebseinheiten pro Saison erlaubt sind, außer es finden mehr als 20 Rennen statt. Als Strafe für den kompletten Wechsel der Antriebseinheit muss künftig vom letzten Startplatz statt aus der Boxengasse los gefahren werden.

Formel 1 2015: Weniger Tests

Die drei Vier-Tage-Tests vor der Saison finden nur noch in Europa und nicht mehr in Übersee statt. Außerdem werden während der WM nur noch zwei statt bisher vier zweitägige Tests angesetzt. Zwei Tage sind dabei für Nachwuchsfahrer vorgesehen.

Jedes Team darf nur noch einen Windkanal pro Jahr nominieren, die Stunden darin wurden weiter limitiert. Die FIA-Sperrstunde wird ab 2015 von sechs auf sieben Stunden ausgeweitet, ab 2016 sogar auf acht Stunden. Die Parc-Ferme-Bedingungen gelten ab 2015 schon ab dem dritten Freien Training und nicht erst ab dem Qualifying.

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  • Michi

    Das ganze wird langsam so peinlich das es schon wieder lustig ist.
    Löcher in den Auspuff bohren wie pubertierende Moped-Piloten. Funkensprueher an den unterboten Schrauben.
    Millionen in Sicherheit investieren und dann den gefährlichsten Moment eines jeden Rennens ein paar mal wiederholen weil sonst stundenlang gar nix passiert ist auch eine tolle Idee und das extra Kleinholz das dabei fällt spart den Teams sicher auch Geld, vor allem wenn dann kein neun teile mehr an die strecke gebracht werden dürfen…

    Ich warte auf Plüsch-Winkearme die auf die Autos montiert werden um die Jungen Fans anzulocken….

  • Georg

    Die F1 ist der einzige Sport in dem die Regeln mindestens 1x pro Saison geändert werden. Die haben alle einen Vogel. Ist das echt notwendig?

  • hellipirelli

    Stehende Starts nach Safety Car Phasen sind der blanke Nonsens, wie Ricciardo richtig anklingen hat lassen:
    1. Dadurch werden nicht nur wie bereits derzeit vorher schon herausgefahrene Vorsprünge der Führenden zunichte gemacht, sondern es besteht sogar die Möglichkeit, dass Fahrer, die auf den vorderen Plätzen liegen, den Start (z.B. wegen schon matter Kupplung, falscher Temperatur der Hinterreifen etc.) versemmeln und dadurch 3 oder mehr Plätze verlieren.
    2. Die Kollisionsgefahr bei stehenden Starts ist immer größer als bei fliegenden Starts, einfach weil die Autos enger zusammen sind. Verstärkt wird dies bei stehenden Starts während des Rennens durch unterschiedliche Zustände der Fahrzeuge. Da sind ja auch eventuell Fahrzeuge im Feld, die wegen irgendwelcher Verschleißerscheinungen nicht mehr so gut aus dem Stand beschleunigen wie im „Neuzustand“ bei Beginn des Rennens.

    Mit einem Wort: Die Schnapsidee schlechthin!!!

  • SteakIZ

    Soll das ein Witz sein? Mit der Formel 1 geht es bergab, rapide. Wenn nicht wer vernünftiger das Ruder übernimmt siehts schlecht aus. Unsinnige Spritsparregeln und das sofortige Verbieten neuer Ideen der Ingenieure machen die Formel 1 langsam uninteressant. Das Regelwert sollte lediglich die PS Zahl begrenzen und rein die Sicherheit aller Beteiligten gewährleisten. Kosteneinsparungen etc. sind uninteressant, wenn sich ein Team nicht leisten kann das beste vom besten zu liefern, brauch es nicht in der Königsklasse mitfahren.

    Zum Glück gibts noch die LMP1 Racer

    • hellipirelli

      Als Techniker kann ich Ihrem Gedanken (ausschließliche Begrenzung der PS-Zahl) nichts abgewinnen. Da halte ich es lieber mit Fritz Indra, der zu Beginn des Jahres in der Printausgabe der autorevue schrieb, dass man die Menge des verbrauchten Sprits mit 100 kg begrenzen und den Antriebstechnikern (Mercedes, Renault, Ferrari, Honda) freie Hand lassen hätte sollen, wie sie aus den 100 kg Rennbenzin die optimale Fahrleistung (nicht unbedingt gleichzusetzen mit maximaler Leistung) erreichen können. Natürlich müsste auch das max. Fahrzeuggewicht, Abmessungen, ROZ, MOZ etc. weiterhin in den Technischen Regularien der FIA festgelegt werden.

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