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Neuer Grand Prix, neues Glück: In Malaysia wird sich Ricciardo auf die Spritmessungen der FIA verlassen müssen.
 

Formel 1: Spritsensoren laut FIA zuverlässig

In der Debatte um die Zuverlässigkeit der Spritsensoren widerspricht die FIA den Zweifeln – Autos müssten mehrmals die 100 kg/Stunde-Grenze überschreiten, um gegen Regeln zu verstoßen

28.03.2014 APA

Der FIA-Verantworliche Fabrice Lom erklärte am Freitag in Malaysia, die Spritsensoren in den neuen Turbo-Triebwerken der Formel 1 seien zuverlässig. Die Messgeräte würden korrekte Daten liefern, werden aber ständig verbessert. Die FIA wollte mit der kurzfristig angesetzten Pressekonferenz mit dem Fachmann beim Großen Preis von Malaysia für mehr Klarheit in der komplexen Materie sorgen. 

Spritsensoren wurden 2 Jahre lang entwickelt

Seit der Disqualifikation von Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo nach dem Australien-Rennen und der Berufung des Weltmeisterteams gegen diese Entscheidung sorgt die Messtechnik für den Benzindurchfluss für Diskussionen. Lom erklärte, die Sensoren seien zwei Jahre lang entwickelt worden: „Das war schwierig, aber ich denke, dass sie jetzt akkurat sind.“ Anhand diverser Schaubilder verdeutlichte der Franzose, dass die FIA für die Messungen einen klaren Rahmen festgelegt und zudem Spielraum wegen einiger Unwägbarkeiten gelassen habe. Erlaubt sind nach dem neuen Reglement, das maximal 100 Kilogramm Benzin pro Stunde in den Motor fließen.

FIA will „so fair wie möglich sein“

Ein Auto müsse dennoch mehrmals die 100-Kilogram-Grenze überschreiten, um tatsächlich gegen die Regeln zu verstoßen. Charlie Whiting, der Technische Direktor der FIA, ergänzte: „Ein Prozent mehr Benzin gibt ein Prozent mehr Power.“ Lom sagte, die FIA wolle „so fair wie möglich sein“.

Red Bull hatte sich auf eigene Messungen verlassen

Sebastian Vettels Teamkollege Ricciardo verlor beim Saisonauftakt in Australien nachträglich seinen zweiten Platz, weil Red Bull gegen dieses Reglement verstoßen hatte. Während des Grand Prix hatten die Rennkommissare die Teamverantwortlichen mehrfach aufgefordert, zu reagieren. Red Bull berief sich aber darauf, die eigenen Messungen seien korrekt und ignorierte die Anweisungen.

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